Visa-Aktie: Kreditkarten-Spezialist klettert nach starken Zahlen auf neues Allzeithoch

Beim Blick auf die Kurs-Entwicklung dürfte es so manchem Anleger die Tränen in die Augen treiben – zumindest wenn man in den vergangenen Jahren ausgestiegen ist und den Erfolgszug zu früh verlassen hat.

Denn die Geschäfts-Entwicklung von Visa ist durchaus beeindruckend – kein Wunder also, dass der Aktienkurs regelrecht durch die Decke ging.

Konnten Sie die Aktie vor 15 Jahren noch für unter 4 US Dollar kaufen, müssen Sie mittlerweile nicht weniger als 91 US Dollar je Anteilsschein auf den Tisch legen!

Damit hat die Aktie nach den gerade vorgelegten Geschäftszahlen ein neues Rekordhoch markiert.

Langfristig beeindruckende Zuwächse

Es ist kein Wunder, dass viele der weltbesten Investoren ein Faible für Aktien von Kreditkarten-Konzerne haben.

Denn das Geschäft gilt als ausgesprochen stabil und gewinnträchtig. Das zeigt Ihnen auch der Blick auf Visas Geschäfts-Entwicklung:

Seit dem Jahr 2003 kletterten die Erlöse von 1,98 Mrd. Dollar auf 15,08 Mrd. Dollar im vergangenen Geschäftsjahr.

Auch die Gewinn-Entwicklung kann sich sehen lassen: In 3 der letzten 4 Geschäftsjahre lag die Marge bei über 40%, im zurückliegenden Jahr mit 39,72% nur knapp darunter.

Visa: Weltweiter Marktführer für Zahlungs-Dienstleistungen

Der US-Konzern ist mittlerweile in mehr als 200 Ländern vertreten.

Man hat eines der weltweit fortschrittlichsten Telekommunikations- und Computer-Netzwerke aufgebaut, das in der Lage ist über 47.000 Transaktionen pro Sekunde ablaufen zu lassen.

Was Sie wissen sollten: Visa agiert nicht als Bank. D. h., das Unternehmen vergibt keine Kredite, sondern kümmert sich ausschließlich um die Abwicklung des Zahlungsverkehrs.

Geld verdient der Kreditkarten-Riese also mit Gebühren, die beim Einkauf mit der Karte anfallen.

Neben Mastercard ist Visa eine der beiden großen internationalen Gesellschaften für Kredit-, Debit- und Guthabenkarten.

Im Gegensatz zu diesen Konzernen steht der Konkurrent American Express, der aber selbst als Bank auftritt und den Kunden Krediten vergibt.

Aktuelles Ergebnis von Zukauf belastet

Im abgelaufenen Quartal zeigte Visa einen Umsatzsprung um 23,5% auf 4,48 Mrd. Dollar. Im Gegenzug schmolz allerdings der Gewinn von 1,71 Mrd. Dollar im Vorjahr auf nur noch 430 Mio. Dollar zusammen.

Die Erklärung für dieses Phänomen ist einfach: Sonderbelastungen aus der Übernahme von Visa Europe haben ihre Spuren hinterlassen.

Immerhin legte Visa für das Europa-Geschäft im vergangenen Jahr 23 Mrd. Dollar auf den Tisch, um die Aktivitäten wieder in den Konzern zu holen.

Wenn Sie die Zahlen bereinigen, dann verliefen die Geschäfte mit einem Gewinnplus von 27% auf 2,1 Mrd. Dollar ausgesprochen erfreulich.

Konzern peilt oberes Ende der Jahres-Planung an

Für das Gesamtjahr zeigt sich die Firma unterdessen optimistisch und peilt einen Anstieg der Erlöse um 18 – 20% an.

Zugleich können sich die Anleger über die Auflage eines neuen Aktienrückkauf-Programms freuen, denn Visa plant ein solches im Volumen von 5 Mrd. Dollar.

Aktuell stehen dem Konzern noch 7,2 Mrd. US-Dollar für Rückkäufe zur Verfügung. Auch bei der Dividende zeigt der Zahlungs-Dienstleister kontinuierliche Zuwächse:

Seit 2003 kletterten die Ausschüttungen von 0,03 auf 0,74 Dollar je Papier. Allerdings ist die Dividendenrendite nach dem Kursaufschwung auf nur noch 0,68% gesunken.

25. April 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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