VISA oder MasterCard – wer hat die Nase vorn?

Die beiden Platzhirsche VISA und MasterCard bieten sich einen erbitterten Kampf um die Vormachtstellungen beim bargeldlosen Bezahlen. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Die teure Übernahme des Europa-Geschäfts hat sich für VISA gelohnt, auch wenn die Integration zunächst in diesem Jahr noch 60 Mio. $ an Kosten verursacht.

VISA profitiert durch die bessere weltweite Präsenz und einen einheitlichen Marken-Auftritt von einem deutlich angestiegenen Transaktions-Volumen.

Das schlägt sich auch in den Geschäftszahlen nieder:

Der Umsatz stieg in den ersten 9 Monaten um 24,8% auf 13,5 Mrd. $. Beim operativen Ergebnis konnte VISA sogar um 69,9% auf 8,9 Mrd. $ zulegen.

Damit hat sich das Wachstum im Jahresverlauf sogar noch erhöht. Unter dem Strich blieb ein Gewinn-Anstieg von 12,3% auf 4,6 Mrd. $ übrig.

Höhere Zins-Ausgaben und eine deutlich größere Steuerbelastung führten zu diesem unterproportionalen Anstieg.

Besonders hohes Wachstum erzielte VISA im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr. Hier profitierte der Konzern vom zurückgekauften Europa-Geschäft.

Die hohen Gewinne nutzt VISA für eine beständige Erhöhung der Dividende und Aktienrückkäufe im großen Stil

Im laufenden Geschäftsjahr wurden bereits Aktien im Wert von 5,1 Mrd. $ zurückgekauft.

Dieses Tempo kann sogar in Zukunft erhöht werden, denn weitere 5,5 Mrd. $ stehen noch zur Verfügung. Gleichzeitig wird die Netto-Verschuldung zurückgeführt.

Die Prognose wurde erhöht: VISA rechnet jetzt mit einem Umsatz-Wachstum von 20% und einem Anstieg des bereinigten Gewinns in der gleichen Größenordnung.

Die guten Aussichten sind jedoch zum großen Teil bereits eingepreist.

Ein Unternehmens-Porträt von VISA

VISA Inc. ist ein führender Finanz-Dienstleister im Kreditkarten-Geschäft.

Der Konzern vergibt weltweit Lizenzen an Banken für die Ausgabe und Abrechnung ihrer Kredit- und Debit-Karten.

Dabei setzt VISA auf starke Partnerschaften, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und die operative Entwicklung sicherzustellen.

Hauptkonkurrenten sind MasterCard und American Express.

Der Trend zum bargeldlosen Bezahlen hat MasterCard neue Rekorde beschert

Immer mehr Menschen nutzen die Kreditkarten des Unternehmens und geben dabei immer größere Beträge aus. MasterCard verdient an jeder Transaktion eine Provision.

Im 1. Halbjahr stieg der Umsatz um 12,6% auf 5,8 Mrd. $. Der Gewinn konnte um 16,3% auf 2,3 Mrd. $ gesteigert werden.

Derzeit arbeitet MasterCard daran, das Bezahlen noch sicherer und bequemer zu machen.

Deshalb hat man mit Brighterion einen Software-Spezialisten für künstliche Intelligenz übernommen. Über die Konditionen der Übernahme wurden keine Angaben gemacht.

Außerdem arbeitet MasterCard eng mit der indischen Regierung zusammen.

Die weitgehend auf Bargeld aufgebaute Ökonomie des Schwellenlandes soll mit aller Macht in die Moderne transformiert werden.

Zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und Steuerflucht schränkt Indiens Regierung mit verschiedenen Maßnahmen die Bargeld-Nutzung massiv ein.

Der indische Markt hat riesiges Potenzial

In Indien leben 900 Mio. Erwachsene, die als potenzielle Kreditkarten-Kunden für MasterCard infrage kommen.

In dem Land beschäftigt MasterCard zahlreiche Entwickler, die an kostengünstigen und einfach zu bedienenden Software-Lösungen sowohl für den indischen als auch für den Weltmarkt arbeiten.

Als gebürtiger Inder hat MasterCard-Chef Ajay Banga ein gutes Gespür für den Wachstumsmarkt und verfügt zudem über beste Kontakte zur Regierung.

Davon wird das Unternehmen profitieren.

Ein Unternehmens-Porträt von MasterCard

MasterCard gehört neben VISA und American Express zu den größten Kreditkarten-Gesellschaften weltweit.

Neben der bekannten MasterCard zählen auch die CirrusCard und die guthabenbasierte MaestroCard zum Produkt-Portfolio des US-Finanz-Dienstleisters.

Mit den wertvollen Kreditkarten kann man in 210 Ländern problemlos bezahlen. MasterCard vergibt Lizenzen an Banken, die dann die Karten vertreiben dürfen.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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