voestalpine macht Fortschritte

Der österreichische Stahlkonzern voestalpine hat seine Dividende ausgeschüttet. Wir analysieren, ob sich der Titel für Dividenden-Anleger lohnt. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Während deutsche Unternehmen üblicherweise bereits die Dividende ausgeschüttet haben, legen viele Unternehmen aus Österreich in diesen Tagen nach. Kürzlich verteilte voestalpine an Aktionäre die Gewinnbeteiligung.

Dabei folgten die Aktionäre auf der Hauptversammlung in Linz dem Vorschlag des Managements, 0,90€ je berechtigte Aktie auszuschütten. Zuvor lag die Ausschüttung bei 0,80€.

Außerdem wurde ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von maximal einem Zehntel des Grundkapitals beschlossen. Das Aktienrückkaufprogramm dient in erster Linie dazu, Mitarbeiterboni auszuschütten und um fällige Wandelanleihen zu bedienen.

Zinsen als Risikoindikator

Die voestalpine AG ist ein führender europäischer Verarbeitungskonzern mit eigener Stahlbasis und Sitz in Österreich.

Mit seinen fünf Divisionen Stahl, Bahnsysteme, Automotive, Profilform und Edelstahl besetzt das Unternehmen in seinen jeweiligen Märkten top Positionen.

Der Konzern beschäftigt über 46.000 Mitarbeiter und ist heute in 50 Ländern mit Produktions- und Vertriebsstandorten vertreten.

Unmittelbar nach der Hauptversammlung des Konzern begannen vor einigen Tagen die Notierungen an der Börse anzuziehen. Viele Anleger waren über die höhere Dividende erfreut und quittierten dies offenbar mit Käufen.

Dennoch sollten Anleger bei voestalpine nicht nur auf die Dividende schauen: Das Unternehmen operiert im Stahl-Sektor und gehört daher zu den so genannten Zyklikern.

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In den letzten Monaten begab das Unternehmen immer wieder Anleihen mit vergleichsweise hohen Verzinsungen. Wenn ein Unternehmen in der heutigen Zeit Zinsen von 4,75% jährlich zahlt, ist dies ein klarer Indikator für ein erhöhtes Risiko.

voestalpine – im Branchenvergleich stark, aber…

voestalpine reduzierte zuletzt seine Verschuldung und entwickelte sich gerade in konjunkturell schwierigen Zeiten mit der Strategie „weg vom klassischen Stahlunternehmen“ hin zum spezialisierten Technologie- und Industriegüterkonzern.

Das Ergebnis ist eine vergleichsweise stabile Ergebnisentwicklung im Vergleich zu dem Mitbewerbern. Dennoch ist das Unternehmen in einem konjunktursensitiven Bereich tätig.

Für Dividenden-Anleger gibt es womöglich bessere Alternativen. Angesichts einer Dividendenrendite im Bereich von knapp über 3% wirkt selbst eine voestalpine-Anleihe interessanter.

Es gibt viele Alternativen – wir stellen sie vor

Dennoch raten wir statt zu Anleihen eher zu Dividendenpapieren. Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie erhalten eine echte Beteiligung statt einem Schuldschein.

Außerdem gibt es in anderen Branchen durchaus Dividenden-Titel, die verlässlicher und solider sind, als die Aktie von voestalpine. Geeignete Kandidaten stellen wir immer wieder an dieser Stelle vor.

Schauen Sie einfach in den kommenden Tagen wieder rein – wertvolle Informationen für Dividenden-Anleger warten auf Sie.

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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