Voestalpine: Seit 20 Jahren an der Wiener Börse

Am heutigen Freitag ist der zweite und letzte Tag der „Gewinn-Messe 2015“ im Congress Center der Messe Wien. In diesem Jahr feiert die „Gewinn-Messe“ ein Jubiläum: Es ist die 25. Auflage. Ein Unternehmen, das sich seit vielen Jahren erfolgreich auf der Messe präsentiert, feierte in diesen Tagen ebenfalls ein Jubiläum.

Am 9. Oktober beging der österreichische Voestalpine-Konzern ein nicht gerade alltägliches Jubiläum, nämlich den 20. Jahrestag des Börsengangs. Aus dem einst staatlichen Stahlriesen wurde in dieser Zeit ein internationaler Technologie-Konzern.

Die Erstnotiz der Voestalpine-Aktie an der Wiener Börse im Herbst 1995 markierte den Beginn der Privatisierung und des wirtschaftlichen Aufstiegs vom „klassischen“ verstaatlichten Stahlproduzenten hin zum international erfolgreichen Technologie- und Industriegüterkonzern mit eigener Stahlbasis.

Weltweit beschäftigt Voestalpine heute fast 50.000 Mitarbeiter. Das sind mehr als dreimal so viele wie im Jahr des Börsengangs.

Ein Blick in den Rückspiegel

Als Voestalpine 1995 an die Börse ging, befanden sich noch 43% der Aktien in Staatsbesitz. 10 Jahre später, am 31. August 2005, wurde die endgültige, also die 100%-ige Privatisierung vollzogen, die gleichzeitig den finalen Wendepunkt in der Geschichte des Konzerns darstellte.

„Spätestens damals war klar, dass ein politischer Eigentümer für ein international ausgerichtetes Industrieunternehmen keinen Nutzen stiftet“, kommentierte Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens.

„Wir haben diese Unabhängigkeit für eine umfassende strategische Neuausrichtung genutzt, die uns letztlich vor allem auch aufgrund der Einsatzbereitschaft und des Wissens unserer Mitarbeiter an die Spitze der Branche geführt hat.“

Wie erfolgreich der Wandel vom österreichischen Stahl- zum weltweit vertretenen Industriekonzern noch heute ist, zeigen auch die jüngsten Zahlen.

Voestalpine startet mit Gewinnsprung in das Geschäftsjahr 2015/2016

Voestalpine ist mit einem kräftigen Gewinnsprung ins Geschäftsjahr 2015/2016 gestartet. Der operative Gewinn (EBIT) verbesserte sich im 3-Monats-Zeitraum April bis Juni um 69% auf 369 Mio. Euro, was im Wesentlichen auf einen positiven Konsolidierungseffekt zurückzuführen war.

Allerdings zeigte sich auch das operative Geschäft in guter Verfassung. Bereinigt um die Sondereffekte ergab sich beim operativen Gewinn (EBIT) immer noch ein Plus von 8,5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Bei dem Konsolidierungseffekt ging es um 2 Gesellschaften, bei denen Voestalpine die Anteile aufgestockt hatte. Das führte dazu, dass die Ergebnisse dieser Gesellschaften zuletzt nicht mehr nur in Höhe der vorherigen Beteiligung, sondern voll konsolidiert (also berücksichtigt) wurden.

Aufgrund der positiven Entwicklung des EBIT zog auch die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) im abgelaufenen Quartal von 7,7 auf 7,9% an.

Konzernchef Wolfgang Eder ist für die Zukunft weiterhin optimistisch

Voestalpine-Chef Wolfgang Eder zeigte sich im Rahmen einer Analysten-Telefonkonferenz, die anlässlich der Zahlenvorlage stattfand, zuversichtlich, dass die mittelfristig geplante EBIT-Marge in Höhe von 9% bereits in 2 Jahren erreicht wird. Ursprünglich sollte dieser Wert erst 2020 erreicht werden.

Daher bietet Ihnen die Voestalpine-Aktie auch weiterhin gute Perspektiven. Für Anleger, die branchenbedingt mit stärkeren Kursschwankungen leben können, ist diese Aktie ein gutes Investment in der Stahl- und Industriebranche, welches auch mittel- bis langfristig gute Perspektiven bietet.

16. Oktober 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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