Voestalpine: Üppige Dividende und Aktienrückkäufe

Hier an dieser Stelle nehme ich für Sie interessante Hauptversammlungen etwas genauer unter die Lupe.

Zuletzt hatte ich über die Sixt-HV berichtet, in diesem Artikel blicken wir nun auf ein Unternehmen aus unserem Nachbarland:

Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine, der inzwischen eigentlich eher ein stahlbasierter Industriekonzern ist, hat im Rahmen seiner Hauptversammlung, die diese Woche stattfand, ein weiteres Aktienrückkauf-Programm beschlossen.

Zudem beschloss die Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,10 € je Aktie für das zurückliegende Geschäftsjahr 2016/2017.

Das bedeutet eine Dividendenrendite von rund 3,3%. Ausgeschüttet wird die Dividende am 17. Juli und der Ex-Dividendentag ist der 13. Juli.

Damit hat Voestalpine seit dem Börsengang im Jahr 1995 jedes Jahr eine Dividende an seine Aktionäre ausgeschüttet.

Doch Voestalpine ist nicht nur fleißiger Dividendenzahler, sondern – wie schon angedeutet – auch Aktienrückkäufer.

Das aktuelle Aktienrückkauf-Programm von Voestalpine

Die Hauptversammlung hat den Vorstand von Voestalpine zum Kauf eigener Aktien im Ausmaß von höchstens 10% des Grundkapitals der Voestalpine AG ermächtigt.

Dabei handelt es sich im Wesentlichen um eine Erneuerung der bereits auch in früheren Jahren – zuletzt 2015 – erteilten Rückkauf-Ermächtigung.

U. a. geschah dies zum weiteren Ausbau des Mitarbeiter-Beteiligungs-Programms oder zur Begebung von Wandelanleihen.

Die Geltungsdauer der Rückkauf-Ermächtigung beträgt 30 Monate.

Doch was genau bedeutet das eigentlich, wenn ein Konzern eigene Aktien zurückkauft und was bringt Ihnen das als Anleger?

Diese Fragen möchte ich im Folgenden für Sie beantworten.

So wirken sich Aktienrückkäufe aus

Wenn ein Unternehmen eigene Aktien zurückkauft und anschließend vernichtet (in der Börsen-Sprache sagt man weniger brutal: „einzieht“), hat das mehrere positive Auswirkungen:

  1. Aktienrückkäufe sorgen dafür, dass der zukünftige Firmengewinn auf weniger Aktien verteilt werden muss. Das bedeutet: Selbst bei stagnierenden Gewinnen steigt dann der Gewinn je Aktie, was dazu führt, dass das Bewertungs-Niveau der Aktie sinkt, was wiederum neues Kurs-Potenzial für die Aktie eröffnet.
  2. Der gleiche Effekt wirkt auch bei der Dividende: Die Dividendensumme muss auf weniger Aktien verteilt werden. Dadurch steigt ihre Dividendenrendite automatisch – auch dann, wenn die Dividendensumme gleich bleibt.
  3. Aktienrückkäufe sorgen an der Börse für eine steigende Nachfrage nach der entsprechenden Aktie. Bleibt das Angebot gleichzeitig konstant, steigt der Aktienkurs.
  4. Verkaufswillige Aktionäre können ihre Aktien direkt an den Konzern verkaufen und belasten dadurch nicht den Kurs an der Börse.

Ideal: Aktienrückkäufe, Dividenden und Investitionen

Sie haben nun erfahren, wie sich Aktienrückkäufe auswirken und dass sie für Sie als Anleger sehr positiv sein können.

Dennoch sollte ein Aktienrückkauf-Programm, isoliert betrachtet, nicht als Kaufargument für eine Aktie reichen.

Wählen Sie daher Aktien aus, die den Spagat aus Aktienrückkäufen, Dividenden-Ausschüttungen, ausreichend Eigenkapital und Investitionen in neue Geschäftsfelder schaffen.

Mit solchen Aktien können Sie nur gewinnen.


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6. Juli 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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