Volatilität steigt – das Gegenmittel für mehr Rendite

Zur Zeit nimmt die Nervosität an den Aktienbörsen wieder einmal zu.

Idealer Nährboden für den VDax und Investitionen auf den Schwankungsindex.

Denn der VDax misst die erwartete Schwankungsbreite für das deutsche Leitbarometer.

Das bedeutet: sinkt der VDax, rechnen die Märkte mit einer geringeren Spannweite zwischen den Kursen – steigt der VDax, sollte die Spannweite steigen.

Das heißt übersetzt nicht etwa „nur“, wie oft vermutet, dass die Kurse sinken, wenn der VDax steigt. Die Kurse steigen auch – nur können sie sich nicht halten. Diese Phase ist jetzt erreicht – und Sie können davon recht einfach profitieren.

VDax auf dem Weg zu 30%

Nachdem das Schwankungsbarometer fast auf 20% gesunken ist, steigt es nunmehr wieder an. Am Dienstag ging es hoch auf 26%, am Mittwoch stieg der Index noch einmal leicht an.

Damit liegt das Barometer über seinem durchschnittlichen Wert und nähert sich auch dem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt. Oberhalb dieser Maßzahl wäre der VDax wieder im Aufwärtstrend, sodass noch höhere Kurse zu erwarten sind.

Ihre Beteiligungschancen:

  • Erwarten Sie jetzt höhere Schwankungsbreiten, bieten sich Optionsscheine an. Diese werden teurer, wenn die Volatilität steigt.
  • Ebenso können Sie so genante ETF, also börsengehandelte Fonds kaufen, die von einer steigenden Volatilität profitieren.
  • Dazu zählen etwa Fonds von „Lyxor“, die zum Beispiel auch den US-Markt abbilden – was für deutsche Investoren in der Regel nicht einfach umzusetzen ist.

Da die Geldschwemme auch die Beteiligung am Aktienmarkt noch einmal erhöhen wird, steigt tendenziell die Schwankungsbreite und mit ihr auch die Volatilität an den verschiedenen Märkten.

Daher können Sie mit den Instrumenten „Optionsscheine“ und „ETF“ vergleichsweise sicher von der Entwicklung profitieren. Umgekehrt bauen Sie mit diesen Konstruktionen auch Absicherungen für das Depot.

Sobald die Kurse durch die Schwankungen teils stärker fallen, können Sie gegenläufig mit Optionsscheinen und ETFs fast automatisch punkten. Wer auf Optionsscheine setzt, ist mit langlaufenden Papieren am besten bedient.

GeVestor meint: Langlaufende Optionsscheine haben den besonderen Charme, dass Sie auch dann noch im Spiel bleiben, wenn die Spekulation zeitweise nicht aufgeht.

Das heißt: kaufen Sie einen langlaufenden OS auf den Dax und geraten die Aktienmärkte aufgrund der Unsicherheit in Schwierigkeiten, könnten Sie diese Phase mit Langläufern bestens aussitzen. Setzen Sie allerdings auch hierbei Stop-Limits.

Sie finden Langläufer etwa über die Börse Stuttgart. „Langlaufend“ heißt, dass die Optionsscheine zumindest über einen Zeitraum von zwei Jahren konzipiert sind.

ETFs sollten keine Laufzeit haben. Das heißt: Sie können beispielsweise Gewinne – als Ausgleich für fallende Aktienkurse – jederzeit realisieren.

Zudem sind ETFs im Vergleich zu vielen anderen ausschließlich über Fondsgesellschaften gehandelten Fonds kostengünstig.

8. März 2012

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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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