Volkswagen-Aktie: Auto-Hersteller legt Krise ad acta

Es ist noch gar nicht lange her, da jagte beim deutschen Autobauer Volkswagen eine Negativ-Schlagzeile die nächste.

Fest steht: Mit dem „Dieselgate“-Skandal rutschte der Automobil-Konzern in eine der größten Krisen der Unternehmens-Geschichte, die noch lange nicht ausgestanden ist.

Allerdings zeigt Ihnen ein Blick auf den Kurs-Chart, dass zumindest die Aktionäre wieder nach vorne blicken und die Krise bereits hinter sich gelassen haben.

Denn nach einer ganzen Reihe von positiven Nachrichten zog der Kurs alleine am gestrigen Tag um über 4% auf knapp 173 € an und hat damit einen Großteil der Verluste wieder wettgemacht.

Volkswagen im Porträt

Bevor ich auf die jüngsten Ereignisse eingehe, möchte ich Ihnen noch ein paar interessante Fakten zum VW-Konzern liefern:

Mit einem Absatz von 10,3 Mio. Fahrzeugen (2016) gehört der VW-Konzern zu den drei weltweit führenden Automobil-Herstellern.

Die VW-Gruppe beheimatet 12 Marken (Motorrad, PKW und LKW). In 2016 verkaufte der VW-Konzern 41% aller ausgelieferten PKW in China.

Auf den Heimatmarkt Deutschland entfielen 12%, auf das übrige Europa 27% und auf Nordamerika 10%.

Das Stammkapital von VW befindet sich in Händen der Porsche SE (50,7%), des Landes Niedersachsen (20,0%) sowie von Katar (17,0%).

Konzernführung schraubt Langfrist-Prognose nach oben

Kommen wir zu den Gründen des jüngsten Kurssprungs:

Trotz hoher Kosten der Abgas-Manipulationen und der geplanten Investitionen in die Elektromobilität zeigt sich die Konzernführung optimistisch.

Bis 2025 peilt Volkswagen eine Umsatz-Steigerung um mehr als 25% an. Für Sie zum Vergleich: Zuvor war der Konzern noch von 20% ausgegangen.

Auch beim Vorsteuer-Gewinn legen die Wolfsburger die Latte höher und rechnen mit einem Zuwachs von 30% (alte Prognose: 25%).

Bei der bereinigten operativen Gewinn-Marge sollen nun 7 – 8% erreicht werden (alte Prognose: 6 – 7%).

Auch die Anleger sollen über höhere Ausschüttungen belohnt werden: Der Autobauer will seine Dividenden-Ausschüttungen gemessen am Überschuss von 20 auf 30% nach oben fahren.

VW startet Investitions-Offensive

Die optimistischere Umsatz-Prognose basiert auf einer verbesserten Marktperspektive.

Zum einen soll die stärkere und nachhaltigere Erholung der Verkäufe in den Schwellenländern wie Brasilien und Russland für Rückenwind sorgen.

Und zum anderen soll ein stärkerer Erfolg der aktuellen Modell-Offensive, insbesondere im SUV-Segment, den Erfolg bringen.

Unterdessen startet Volkswagen eine gigantische Investitions-Offensive:

Bis 2022 sollen weltweit rund 34 Mrd. € in neue Modelle, die Fertigung sowie den Ausbau der Elektromobilität und die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen fließen.

Elektromobilität wird immer wichtiger

Eine Schlüsselrolle soll auf mittlere Sicht die Entwicklung von Elektro-Autos einnehmen:

Bis zum Jahr 2025 soll jedes 4. Fahrzeug des Konzerns durch Batterien angetrieben werden. Je nach Marktlage könnten dies bis zu 3 Mio. Elektro-Autos sein.

Zugleich unterstützt der Konzern den Aufbau von Schnellladestationen. Unter der Gemeinschafts-Firma Ionity kooperieren die Autobauer BMW, Daimler, Ford und der Volkswagen-Konzern.

Noch in diesem Jahr sollen die ersten 20 Schnelllader mit einer Leistung von bis zu 350 kW in Deutschland, Norwegen und Österreich errichtet werden.

Dabei wird der Abstand zwischen den einzelnen Stromzapfanlagen max. 120 km betragen. Bis 2020 sollen dann rund 400 Ladestationen bereitstehen.


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22. November 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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