Vom Erfolg von Aldi und Co. profitieren

Betongold ist noch immer gefragt. Doch wie investieren?

Börsennotierte Immobilien-Gesellschaften haben Anlegern in den vergangenen Jahren nicht nur Freude gemacht.

Von der Verlässlichkeit von reinen Immobilien-Investments sind Titel wie Hamborner Reit noch immer weit entfernt. Doch lohnen die Unternehmen trotzdem? Hohe Dividenden könnten ein Kaufargument sein.

Der Fokus des Vermieters von Gewerbe-Immobilien liegt auf Objekten in Großstädten und sogenannten Mittelzentren, die insbesondere den Einzelhandel, Fachmarktzentren und Büroimmobilien umfassen.

Weiterhin besitzt die Gesellschaft rund 1,4 Mio. Quadratmeter unbebaute Grundstücks-Flächen, die sich überwiegend im Duisburger Norden und in den angrenzenden Kommunen Dinslaken und Hünxe befinden.

Strategieschwenk bei Hamborner Reit

2014 war für Hamborner ein erfolgreiches Geschäftsjahr: Der Umsatz stieg um 3,5% auf 47 Mio €. Der Gewinn hat sich dabei mehr als verdoppelt.

Dafür sind v. a. die letzten Immobilien-Verkäufe verantwortlich. Allerdings lief es auch operativ sehr gut. Die Strategie geht auf.

Hamborner hat sich dazu entschlossen, in rendite-orientiertes Wachstum anzustreben. Die Besonderheit dabei ist, das sich der Konzern dazu von kleineren Immobilien getrennt hat.

Mit der verbesserten Eigenkapital-Basis soll jetzt gezielt in den Ausbau des Immobilien-Portfolios investiert werden.

Im Fokus stehen Beteiligungen an größeren Immobilien und Liegenschaften, die eine hohe Rendite versprechen. Im 1. Quartal mussten deshalb einige Sonderbelastungen hingenommen werden.

Dauermieter spülen Geld in die Kasse

Bei steigendem Umsatz sank der Gewinn um 64% auf 0,05 € pro Aktie. Auf operativer Ebene lief alles nach Plan.

Die Miet- und Pachterlöse haben sich um 1,7% erhöht. Der FFO, eine der wichtigsten Kennzahlen im Immobilien-Bereich, legte um 4,3% zu und lag bei 6,6 Mio €.

Für das restliche Geschäftsjahr sind die Weichen auf Wachstum gestellt. Besonders viel versprechen wir uns von der Übernahme des Fachmarkt-Zentrums in Celle. Hamborner griff tief in die Tasche und zahlte einen Kaufpreis von über 30 Mio €.

Dafür wurde das Objekt erst 2014 vom Verkäufer vollständig modernisiert und umfasst jetzt namhafte Dauermieter wie real, Aldi, Fressnapf oder Rossmann.

Die Mieteinnahmen für dieses Objekt betragen jährlich 2,3 Mio €. Insgesamt erwarten wir eine durchschnittliche Kursentwicklung. Die Aktie bietet neben der moderaten Kursfantasie vor allem eine Dividendenrendite von 4,4%.

Wer diese stete Renditequelle schätzt und an das Geschäftsmodell glaubt, der könnte sich Hamborner genauer ansehen.

Zu einer uneingeschränkten Kaufempfehlung reicht es bei der Aktie allerdings nicht. Hamborner ist gut, aber nicht gut genug für unsere Kaufliste.

10. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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