Vor allem für Euro-Anleger: Gold profitiert von politischen Krisen

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Die Anzahl der politischen Krisenherde nimmt zu. Vor allem ungelöste Konflikte wie der US-Shutdown oder der Brexit sorgen beim Gold für Auftrieb. (Foto: Image Wizard/Shutterstock)

Jetzt ist es passiert: Der Regierungsstillstand in den USA ist jetzt der längste der Geschichte. Und es sieht auch nicht so aus, als ob beide Lager sich irgendwie annähern würden. Das legen Tweets aus beiden Lagern nahe. Darin beschuldigt US-Präsident Donald Trump weiterhin die Demokraten einer Lösung im Weg zu stehen. Nancy Pelosi von den Demokraten hingegen verteidigt die harte Position ihrer Partei und wirft dem US-Präsidenten ein unverantwortliches Verhalten vor.

In diesem Umfeld hat sich zuletzt der Goldpreis positiv entwickelt und die Marke von 1.300 Dollar pro Unze ist jetzt in der neuen Handelswoche in Reichweite gerückt. Es fehlen nur noch etwas mehr als 7 Dollar bis dahin.

Dabei ist der Shutdown in den USA nur eine Krise, die Auswirkungen auf die Finanzmärkte hat. Die weiter ungeklärte Lage zur Entwicklung der Handelsbeziehungen zwischen den USA und China hat enormes Krisenpotenzial.

Der Goldpreis am Terminmarkt hat die Marke von 1.300 Dollar auf jeden Fall schon überschritten – das gilt zumindest für die Kontrakte mit einem Verfall im Juli und August. Spannend wird es sein, wenn auch die kurzfristigen Kontrakte mit einem Ablauf im März oder April deutlich höher notieren. Das sind ganz klare Signale vom Terminmarkt für die weitere Entwicklung beim Gold.

Größere Unsicherheit treibt den Goldpreis an

Viele Experten sehen auch die Rückkehr der Volatilität an den Aktienmärkten als positives Signal für Gold in den nächsten Monaten. Und das ist tatsächlich ein wichtiger Faktor. Hier gilt die alte Regel, dass Gold der sichere Hafen der Geldanlage ist, wenn es an den Märkten unsicher zugeht.

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Und diese gestiegene Unsicherheit zeigt sich nicht nur in den USA – sondern auch verstärkt in Europa. Schon in dieser Woche steht eine erneute Brexit-Abstimmung im britischen Parlament auf dem Programm. Sollte Premierministerin Theresa May auch dieses Mal scheitern, könnte es dann Ende März zu einem harten Brexit kommen. Und die Folgen wären massiv. So erwartet der britische Unternehmerverband im Falle eines harten Brexits mit der EU einen massiven Einbruch der britischen Wirtschaft.

Brexit kann britische Wirtschaft in tiefe Krise stürzen

Laut aktueller Prognosen könnte dann die Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr um 8% einbrechen und das bei gleichzeitig massiv steigenden Arbeitslosenzahlen und geringeren Steuereinnahmen für den Staat.

Hier sehen Sie klares weiteres Krisenpotenzial – und so etwas kann sich dann auch positiv auf den Goldpreis auswirken. Wie stark doch Gold wieder als sichere Geldanlage gefragt ist, hat eben schon die Entwicklung in den vergangenen Monaten klar gezeigt.

Vor allem eben für uns als Euro-Anleger hat Gold jetzt schon wieder klar zugelegt. In den vergangenen 6 Monaten hat der Goldpreis in Euro gerechnet um rund 5% zugelegt – im gleichen Zeitraum ist der DAX um 14% eingebrochen. Wenn Sie also mehr Sicherheit in Ihr Depot bringen wollen, gehört Gold auf jeden Fall mit dazu.


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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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