Vor dem Brexit: Die richtige Strategie

Der DAX 30 übertreibt mal wieder.

In den letzten Tagen hat er über 6% abgegeben. Parallel dazu verbuchte der breit gefasste US-Aktienindex S&P 500 einen vernachlässigbaren Rücksetzer von nur 1,5%. Oder:

Der DAX 30 notiert mehr als 20% unter Allzeithoch. Der S&P 500 befindet sich in Reichweite zum Allzeithoch. Er notiert lediglich rund 2% unter seinem Allzeithoch.

S&P 500 und DAX 30 entwickeln sich unterschiedlich

Die unterschiedliche Entwicklung der letzten Tage liegt sicher in der in Europa stärker diskutierten Frage nach dem Brexit. (Brexit: Kurzform für das Referendum der Britten zum Verbleib in oder Austritt aus der EU.)

Es lässt sich trefflich diskutieren, ob der DAX 30 nicht höher notieren müsste. Fakt ist aber, was Sie täglich an der Börse sehen – und das sind diese deutlich unterschiedlichen Entwicklungen.

Brexit: Was tun?

Am kommenden Donnerstag, 23.06.2016, steht die Entscheidung der Britten an. Eines ist sicher: Danach haben wir Klarheit. Und die Börse liebt Klarheit. Denn damit lässt sich planen.

So sind bekannte schlechte Nachrichten für die Märkte meist weniger belastend als Unsicherheit. Ich erwarte deshalb nach der Entscheidung der Britten eher steigende als fallende Aktienkurse. Aber eine Sicherheit dafür gibt es natürlich nicht.

Es gibt aber eine in der Praxis erprobte sichere Strategie genau für solche Marktlagen. So aufgestellt können Sie den Tag der Entscheidung gelassen entgegen sehen.

Anlagestrategie für turbulente Börsenphasen mit Gewinnen in Serie

Garantierte Gewinne auch in „schlechter“ Börsenlage, so habe ich meine 3:1-Strategie in einem meiner Seminare genannt. Sie bewährt sich immer wieder.

Das richtige Verhältnis von Call-Optionen zu Put-Optionen

„Garantierte Gewinne“ können Sie durch eine ausgefeilte Aufstellung von Call-Optionen zu Put-Optionen erzielen. Ich nenne das die 3:1-Strategie.

3:1 Call-Optionen zu Put-Optionen: Perfekte Strategie in unsicheren Börsenzeiten

Ich empfehle Ihnen eine Depotaufstellung mit einem Verhältnis von 3:1 Call-Optionen zu Put-Optionen.

Das können z.B. 9 Call-Kontrakte und 3 Put-Kontrakte oder auch 5 Call-Kontrakte und 5 Put-Kontrakte sein. Auch jede andere Aufteilung der Kontraktanzahl ist denkbar. Der Grund:

Investierte Summen sind entscheidend

Nicht die Anzahl der gekauften Kontrakte ist für das Funktionieren der Strategie entscheidend, sondern das Verhältnis der Investitionen in Euro (oder USD).

Bei diesem Verhältnis von 3:1 ist es wichtig, dass Sie für je 3.000 €, die Sie in Call-Optionen investieren, auch etwa 1.000 € in Put-Optionen investieren.

Wenn Sie nach dieser Strategie investiert sind, kann es keine bösen Überraschungen geben. Im Gegenteil:

Das Depot gewinnt bei jeder großen Marktbewegung

Sie gewinnen bei einem Börsencrash und ebenso, wenn die Märkte deutlich steigen. Beide Szenarien hatten wir in den letzten Jahren mehrfach. Die Strategie hat immer ihre Stärke ausgespielt.

Meine Empfehlung für die aktuell unsichere Börsenlage vor dem Brexit

Halten Sie immer Call-Optionen und Put-Optionen im Depot. Denn Sie gewinnen, wenn die Märkte deutlich steigen und auch, wenn sie deutlich fallen. Nutzen Sie dafür die 3:1-Strategie.

Die 3:1-Strategie führt Ihr Depot auch bei einem Crash in den Gewinn

Dass diese Strategie funktioniert, ist keine Theorie. Sie hat sich in der Praxis immer wieder bewährt.

Mit dieser Strategie haben wir im Optionen-Profi aus dem Crash-Monat Oktober 2008 den „goldenen Oktober“ gemacht. Hier nur die Gewinne im Oktober 2008 über +50%:

+56,5%, +65,3%, +92,3%, +106,7%, +111,8%, +118,5%, +125,8%, +128,1%, +129,1%, +149,5%, +186,8%, +223,4%, +243,4%, +246,2%, +291,7%

3:1 Call-Optionen zu Put-Optionen sichert Ihr Depot auch aktuell ab

Ich empfehle Ihnen, diese Strategie anzuwenden (soweit Sie das als Leser des Optionen-Profi nicht sowieso schon umsetzen). Damit sind Sie vor dem Referendum der Britten perfekt aufgestellt.

Zum guten Schluss: Heute vor 96 Jahren, also am 14.06.1920, verließ der deutsche Soziologe, Jurist und Ökonom Max Weber diese Welt. Er sagte:

„Von einem Markt sollte dann gesprochen werden, wenn mindestens die Personen einer Gruppe um ihre Tauschchancen konkurrieren.“

Ich folgere daraus: Bei Optionen haben Sie einen Markt, denn dort werden die Kurse an den Börsen durch Angebot und Nachfrage fair ausgehandelt.

Bei Optionsscheinen können Sie nicht von einem Markt sprechen, denn die Kurse werden einseitig von den Emittenten festgelegt. Ich wünsche Ihnen Finanzinstrumente, die an einem Markt gehandelt werden.

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

14. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Rainer Heißmann. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt