Vorgezogene Weihnachten für Boeing-Aktionäre

Auch wenn noch nicht der 24. Dezember ist, für Aktionäre der Boeing Company gab es gestern bereits die ersten Weihnachtsgeschenke. Gleich um 50% soll die aktuelle Quartalsdividende angehoben werden, Aktionäre, die am 14.02.2014, dem sogenannten „record date“, Boeing-Aktien besitzen, erhalten am 07. März erstmals die erhöhte Quartalsdividende von 0,73 US-$.

Legt man zugrunde, dass die neue Quartalsdividende zukünftig kontinuierlich in gleicher Höhe bezahlt wird, errechnete sich damit auf Basis des aktuellen Börsenkurses von 134,72 US-$ eine Dividendenrendite von 2,16 %.

Doch damit nicht genug, der Verwaltungsrat des Flugzeugbauers gab gestern seine Zustimmung zum Aufkauf eigner Aktien im Gesamtbetrag von zehn Milliarden US-Dollar gestreckt über die kommenden 3 Jahre. Ebenfalls ein Geschenk an die Aktionäre, trägt der Aufkauf eigener Aktien doch dazu bei, dass sich die Anzahl der frei handelbaren Aktien verringert und sich damit der Börsenkurs erhöht.

Ja, genau so so sieht ein vorgezogenes Weihnachtsfest für Aktionäre aus. Und dabei hatten diese schon seit Jahresbeginn mächtig Freude an ihrer Investition. Sie sehen es im Point&Figure-Chart, seit Jahresbeginn kennt die Aktie nur einen Weg, Senkrecht nach oben.

Boeing-Chart 17-12-2013

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Wer regelmäßig die Wirtschaftspresse verfolgt, reibt sich angesichts des Charts nun verwundert die Augen. Wie kann das sein, bei all den Produktionsverschiebungen, Pannen und brennender Flugzeugkabinen, auf die sich die Medien so gierig gestürzt haben?

Die Erklärung ist einfach und klingt vielleicht etwas abgedroschen: An der Börse wir die Zukunft gehandelt. Und da zählen Probleme und Pannen nur kurz, das Augenmerk liegt auf dem was kommt, nicht auf dem was war. Und da sah und sieht es für Boeing wirklich gut aus.

Die Pannenserie beim Modell Boeing 787, dem Dreamliner, scheint beendet. Die Produktion wurde stark ausgeweitet und die Auslieferungen ziehen ebenfalls an. Volle Auftragsbücher lassen den Flugzeughersteller aus Chicago optimistisch in die Zukunft schauen. Die geplanten Milliardeneinnahmen aus den Modellen 737, 777 und dem Dreamliner sollen es möglich machen, das Aktienrückkaufprogramm zu stemmen.

Was Boeing mit dem Aktienpaket, das man in seinen Büchern halten will, vorhat, ist unklar. Ist es nur eine Wohltat an den Aktionären, oder hat man weitergehende Pläne? Denn bereits in den letzten Jahren hat man Milliarden in ähnliche Rückkaufprogramme investiert, und hält auch diese Aktienpakete. Ist eventuell eine Übernahme in Vorbereitung, bei der ein größeres Aktienpaket zu Tauschzwecken durchaus von Vorteil sein könnte?

Point&Figure-Kaufsignal mit Kursziel bei 200,00 US-Dollar

Phantasie für die Aktie gibt es also reichlich und auch der Point&Figure-Chart sieht vielver-sprechend aus. Ein Point&Figure-Kaufsignal jagt das nächste, das jüngste Kaufsignal von Mitte Oktober (fetter grüner Kreis) errechnet gar ein Point&Figure-Kursziel bei 200,00 US-$.

Was am positiven Gesamtbild stört, ist die letzte Säule im Chartbild, die rote O-Säule. Sie signalisiert das erlahmende Interesse an der Boeing-Aktie. Ob die Börsianer nach den Kurs-steigerung von über 80% seit Jahresbeginn einfach mal dachten, es sei an der Zeit Kasse zu machen, oder ob wir hier eine beginnende Top-Bildung sehen, ist noch nicht klar.

Gewissheit haben wir als Point&Figure-Trader erst mit entsprechenden Point&Figure-Signalen. Ein neues Kaufsignal über 144,00 US-$ oder gar ein Verkaufssignal bei 112,00 US-$ gibt uns da entsprechenden Aufschluss.

Sollte sich zwischen diesen beiden markanten Marken ein neues Point&Figure-Kaufsignal oder ein Point&Figure-Verkaufssignal ergeben, werde ich meinen Leser des Point&Figure-Trader mit einer entsprechenden Empfehlung raten, in die Boeing-Aktie zu investieren.

Zählen Sie bislang noch nicht zum ausgesuchten Kreis der Empfänger des Point&Figure-Trader, nutzen Sie noch heute Ihre Chance und melden sich umgehend für ein Abonnement an. Nur so profitieren Sie von meinen marktnahen Anlagentipps.

17. Dezember 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: René Neukirch. Über den Autor

René Neukirch, Jahrgang 1963, ist Händler. Parketthändler. Zumindest nannte man es damals, vor über 26 Jahre so. Mit nur 22 Jahren hatte er sich schon vom einfachen Bankkaufmann hochgearbeitet zum Parketthändler und ist seitdem der Leidenschaft Börse verfallen.

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