Vorsicht vor Gold-Investitionen in diesen Schweizer Fonds

Kaufen Sie Gold! – Das ist ein Ratschlag, den Sie an dieser Stelle des Öfteren lesen werden.

Der Grund ist die Geldflut der EZB (Europäischen Zentralbank), die inklusive der November-Raten insgesamt mehr als 1 Bio. € an die Märkte geleitet hat.

Dieses Geld hat die Notenbank neu „gedruckt“. Gleichzeitig ist eine weitere Kennziffern aus Sicht der deutschen Volkswirtschaft dramatisch gestiegen: das „Target 2“ der deutschen Bundesbank.

Dies sind aus Geschäften innerhalb der EU entstandene Forderungen gegenüber der EZB. Die Europäische Zentralbank wiederum fordert dann dieses Geld von den Schuldner-Staaten wie Portugal wieder ein.

Die Zahlen sind besorgniserregend, daher ist eine Goldflucht unter dem Strich richtig.

Target 2: Grund genug für Gold-Investitionen

Die deutsche Bundesbank fordert knapp 550 Mrd. € gegenüber der EZB ein.

Da wir unterstellen müssen, dass ein Teil – vielleicht ein Großteil – dieses Geldes einfach abgeschrieben werden muss oder eigens Geld dafür gedruckt wird, bleiben Gold-Investments richtig.

Vorsicht: Wirtschaftswissenschaftler und Bundesbank selbst beruhigen beim Thema „Target 2“ permanent, dies sei lediglich eine Verrechnungs-Größe.

Nur: Auch der bekannte Ökonomie-Professor Sinn warnte bereits vor diesen neuen Bomben im internationalen Zahlungsverkehr und an den Finanzmärkten.

Und letztlich ist klar: Fallen die Zahlungen aus, weil am Ende einer der beteiligten Staaten Konkurs anmeldet und einen Schuldenschnitt a la Griechenland anbietet, haften wir.

In der Praxis wird dies sich in Form von höheren Steuern niederschlagen.

Noch immer zahlt die Bundesbank Überschusse an den Bundeshaushalt. Diese werden vorab kalkuliert – und würden im Zweifel fehlen. Das heißt: Etwaige Schulden werden eines Tages inflationiert.

Denn: Dem steigenden Schuldenberg – auch in Deutschland – wird die Politik mit immer höheren Geldmengen begegnen. Schon jetzt zeigen beide Zahlen (Target 2 sowie die jüngste EZB-Gelddruckerei) den Bedarf, in Gold zu investieren.

Vorsicht vor ungeklärter Steuer bei Schweizer Gold-Fonds

Der „ZKB“-Fonds etwa bietet Gold-Investitionen in Form dieser Art des Sondervermögens an.

Allein: Nach EU-Recht ist dies kein Fonds, genau weil er ausschließlich in Gold investiert. Davor „schützt“ Sie der Verbraucherschutz.

Die Folge allerdings dürfte gravierender sein:

  • Als Nicht-Fonds führt der ZKB aus Sicht der EU einen ungeklärten Status.
  • Damit entfällt beispielsweise die übliche Besteuerung von Fonds nach der Abgeltungssteuer oder mithilfe der Quellensteuer bei einem ausländischen Anlage-Vehikel.
  • Derzeit laufen die Prüfungen noch. Im Raum aber steht sogar eine bis zu 90% hohe Besteuerung der Erträge. Ob dies haltbar wäre, lässt sich aus unserer Sicht nicht beurteilen.
  • Aber: Der Fonds hat auch sonst keine Vorteile (mehr), da Sie sich Gold zwar liefern lassen könnten, jedoch nur in Form von Barren, die Hunderttausende kosten.

Fazit

Daher: Investieren Sie in Gold, v. a. in physisches Gold! Angesichts der Geldflut und der gerade dann wichtigen Langfrist-Vorsorge sind 10% bis 15% des gesamten Vermögens eine vernünftige Richtschnur.

Konzentrieren Sie sich allerdings auf Barren und Münzen in kleinerer Form, oder kaufen Sie einen ETC wie den „XetraGold“!

7. März 2012

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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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