Vorzugsaktien VW: Goldgrube gegenüber Stammaktien

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Vorzugsaktien bringen im Vergleich zu Stammaktien eine höhere Dividende. Warum Sie trotzdem vorsichtig sein und sich eine Investition gut überlegen sollten, erfahren Sie hier. (Foto: 8th.creator / Shutterstock.com)

Klassisches Unterscheidungsmerkmal zwischen Vorzugsaktien und Stammaktien ist das Stimmrecht auf Hauptversammlungen. Wer auf sein Stimmrecht verzichtet, erhält „bevorzugt“ Dividenden. Nun: Das Stimmrecht ist für einzelne Aktionäre heutzutage nicht mehr allzu entscheidend.

Banken sammeln Stimmrechte ein und organisieren die Abstimmungen im großen Stil. Vorzugsaktien haben daher fast keinen Nachteil. Im Fall von VW bieten sie sogar einen handfesten Vorteil, denn sie sind wesentlich günstiger als die Stammaktien.

Bedeutet Vorzugsaktie gleich Gewinn?

Unter einer Vorzugsaktie versteht man Aktien, die dem Investor Vorteile gewähren. Eine höhere und bevorzugte Dividendenausschüttung ist das eine. Steht eine Liquidation bevor, so wird die Vorzugsaktie vorrangig behandelt, die Vorzugsaktie behält also einen höheren Restwert.

Lieber zweimal hinschauen!

In Zeiten wie der Finanzkrise können Vorzugsaktien den Investor in einer Hinsicht beruhigen. Doch der kluge Investor vertraut auf Unternehmen, die nicht in die Liquidationszone kommen. Denn gute Geschäfte beruhen auf einfachen Entscheidungen. Darin liegt die Kunst im Aktiengeschäft − und gleichzeitig auch das Problem.

Denn wer Vorzugsaktien hält, hat auf den Hauptversammlungen nichts zu sagen. Meist werden Vorzugsaktien von Unternehmen herausgegeben, um schnell an Geld zu kommen – ohne die lästigen Mitbestimmer. So sollte der umsichtige Investor sich gut überlegen, ob er Vorzugsaktien von einem Unternehmen kauft. Wenn ein Unternehmen schnelles Geld braucht, dann sollte man schon zweimal hinschauen.

Strategisch investieren statt auf Vorzugsaktien vertrauen

Der intelligente Investor handelt strategisch und besonnen. Es gibt Strategien, mit denen Sie eher zum Vorzug kommen als mit einer Vorzugsaktie. Am besten funktioniert die Value-Strategie. Diese hat den weltbesten Investor Warren Buffett zu einem der reichsten Menschen der Welt gemacht. Bevorzugen Sie einfache und überschaubare Unternehmen mit Massenprodukten, die auch in Krisenzeiten konsumiert werden: Auf eine eiskalte Cola oder den Gang zu McDonalds verzichtet niemand so leicht. Und rasieren werden sich die Menschen auch – meist mit Gilette.

Dies sind Unternehmen, die zu wahren Goldgruben werden und nicht mit Vorzugsaktien spielen. Je einfacher und bekannter die Produkte sind, desto leichter können Sie entscheiden. Kaufen Sie keine Unternehmen, von denen Sie nichts verstehen und die mit Vorzugsaktien locken. Vertrauen Sie in einfache Unternehmen und in eine Strategie, die auf Nachhaltigkeit beruht.

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Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

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