VTG-Aktie mit 50% Kurs-Plus in 4 Monaten

Erfahren Sie hier von Experte Tobias Schöneich, warum sich die Aktie des Hamburger Waggon-Vermieters VTG zuletzt so erfreulich entwickelte. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Das SDax-Unternehmen VTG zählte in den vergangenen Monaten zu den Überfliegern der deutschen Börsen-Landschaft.

Einer der wesentlichen Gründe für die Kurs-Rally ist die geplante Übernahme der NACCO-Gruppe.

Darüber hinaus verspricht das jüngste Zahlenwerk weiteres Wachstum bei dem Hamburger Schienenlogistik-Spezialisten und Waggon-Vermieter.

Deutlicher Aufwind im 2. Quartal

VTG hat im 2. Quartal 2017 einen deutlichen Aufwärtstrend verzeichnet:

Der Umsatz stieg im Vergleich zum 1. Quartal 2017 um 4,6% auf 255,0 Mio. €.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte um 13,3% auf 86,7 Mio. € gesteigert werden.

Auch im Vergleich zum Vorjahres-Quartal zeigt sich eine positive Entwicklung: Der Umsatz stieg um 2,2% und das EBITDA legte um 2,9% zu.

Trotz eines eher schwachen Jahresstarts im 1. Quartal liegt damit der Netto-Gewinn des 1. Halbjahres 2017 mit 27,5 Mio. € über dem Ergebnis des Vorjahres-Zeitraums (26,7 Mio.).

Der Gewinn je Aktie stieg ebenfalls von 0,71 auf 0,74 €.

Diese positive Entwicklung im 1. Halbjahr 2017 ist v. a. auf die Umsatz- und Ergebnis-Steigerung in den Geschäftsbereichen Waggonvermietung und Schienenlogistik im 2. Quartal zurückzuführen.

„Unser Geschäft hat im 2. Quartal von der anhaltend positiven Entwicklung der Konjunktur profitiert. Nach einem verhaltenen Start ins Jahr spüren wir nun eine deutlich höhere Nachfrage nach unseren Wagen”, erklärte VTG-Chef Heiko Fischer.

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VTG hat die Ergebnis-Prognose leicht angepasst

Im Rahmen der Vorlage der Zahlen für das 1. Halbjahr 2017 hat der Vorstand der VTG AG seine bisherige Umsatz-Prognose für das laufende Jahr bestätigt.

Die Prognose für den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wurde dabei leicht nach unten angepasst.

Demnach wird für das laufende Geschäftsjahr 2017 ein EBITDA in einer Bandbreite von 330 – 360 Mio. € erwartet.

Zuvor wurde ein leichter Anstieg über das Vorjahres-Ergebnis von 345,3 Mio. € prognostiziert

Diese Anpassung ist u. a. deshalb notwendig, weil VTG im Bereich der europäischen Waggon-Vermietung zum Anfang des laufenden 3. Quartals eine ungewöhnlich hohe Nachfrage nach Güterwagen verzeichnete.

Diese wird durch die Herrichtung von rund 1.100 bisher unvermieteter Wagen bedient.

Die Bereitstellung zwischenzeitlich abgestellter Wagen verursacht zunächst Ingangsetzungs-Aufwendungen.

Der Vorstand der VTG AG geht derzeit von zusätzlichen Belastungen in Höhe von rund 4,0 Mio. € aus.

Hierbei handelt es sich jedoch um eine vorübergehende Mehrbelastung, die zukünftig zu höheren Umsätzen und Gewinnen führen wird.

Fazit

Es spricht also vieles dafür, dass die Wachstums-Story bei VTG weitergeht.

Allerdings ist das zukünftige Wachstum schon z. T. in den Kurs eingepreist, so dass die VTG-Aktie auf dem aktuellen Kursniveau leider kein Schnäppchen mehr ist.


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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.