VW, BMW, Daimler & Co.: China wird immer wichtiger

Die deutschen Autobauer legen in China erneut ein starkes Wachstum hin und haben die US-Konkurrenz längst überholt. Hier mehr dazu: (Foto: aphotostory / Shutterstock.com)

Das Thema China tauchte in den Medien zuletzt nicht mehr so oft auf.

Doch eine neue Studie zeigt Ihnen, wie wichtig dieser riesige Markt für die deutschen Unternehmen –  und damit auch für die deutsche Wirtschaft –  geworden ist.

An dieser Stelle habe ich nun einmal ein konkretes Beispiel für Sie herausgepickt:

Chinesischer Automarkt wird für deutsche Autobauer immer wichtiger

Der chinesische Automarkt wird für die deutschen Autobauer immer wichtiger. Das geht aus einer aktuellen Studie der Beratungs- und Prüfungs-Gesellschaft Ernst & Young (EY) hervor.

Der Studie zufolge wurde in den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres erstmals mehr als jedes 3. deutsche Automobil an einen Käufer aus China geliefert.

Besonders hoch ist die Abhängigkeit vom weltgrößten Automarkt bei dem weltgrößten Autobauer Volkswagen.

Der VW-Konzern setzte 2017 bis dato rund 40% der Automobile im Reich der Mitte ab. Im 3. Quartal lag der Anteil sogar bei 43%.

Auch die anderen beiden großen deutschen Autobauer, BMW und Daimler, verkaufen inzwischen einen großen Teil ihrer Fahrzeuge nach China.

Bei diesen beiden Herstellern ist der Anteil mit rund einem Viertel allerdings noch deutlich kleiner als der von VW. Aber auch bei BMW und Daimler ist die Tendenz stark steigend.

So hat sich der Anteil der Autos, die BMW und Daimler nach China verkaufen, in den vergangenen 7 Jahren in etwa verdoppelt.

China-Abhängigkeit eher Chance als Malus

An der Börse sehen einige Investoren den hohen China-Anteil mit gemischten Gefühlen, da der Markt kaum berechenbar ist.

In meinen Augen ist das Wachstum der deutschen Autobauer in China jedoch eher eine Chance als ein Malus; ein global erfolgreicher Autobauer kann schlicht und einfach nicht auf diesen Markt verzichten.

Das sieht auch Peter Fuß, Partner bei EY, so:

„Das Land entwickelt sich zum weltweiten Leitmarkt für Elektromobilität und vernetztes Fahren. In China ganz vorne dabei zu sein ist für die deutschen Autokonzerne daher essenziell – auch um ihre Technologieführerschaft zu bewahren.“

Da die deutschen Autobauer auch in Sachen Elektromobilität und beim vernetzten Fahren weltweit eine Führungsrolle einnehmen bzw. zeitnah übernehmen wollen, brauchen sie die technologischen Veränderungen auf dem chinesischen Automarkt nicht zu fürchten.

Deutsche Autobauer haben US-Konkurrenz in China klar abgehängt

Ein weiterer positiver Aspekt des starken Wachstums der deutschen Autobauer im Reich der Mitte:

VW, Daimler und BMW haben die US-amerikanischen Autobauer in China in den vergangenen Jahren klar abgehängt:

Während die deutschen Autobauer im 3. Quartal 2008 noch 66 Mrd. € Umsatz in China erzielt haben, sind es im 3. Quartal dieses Jahres schon 119 Mrd. € gewesen.

Die US-Autobauer lagen im 3. Quartal 2008 bei 74 Mrd. € (und damit vor den deutschen Autobauern) und kamen im 3. Quartal 2017 auf 86 Mrd. €.

Damit sind die deutschen Autobauer also, wie gesagt, ganz deutlich an ihrer US-amerikanischen Konkurrenz vorbeigezogen.

Der größte Konkurrent in China ist jedoch Japan:

Die japanischen Autobauer erzielten im 3. Quartal 2017 einen Umsatz von 124 Mrd. € und lagen damit vor den hiesigen Autobauern (Umsatz: 119 Mrd. €).

Allerdings hat sich der Abstand seit 2008 von 38 auf 5 Mrd. € verringert. Von dieser starken Entwicklung profitieren auch die Zulieferer der deutschen Autobauer.

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Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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