Wachsende Sorgen um die chinesische Wirtschaft

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Die jüngsten Konjunkturdaten aus dem Reich der Mitte fielen überraschend schwach aus. Nun mehren sich die Sorgen. (Foto: aphotostory / Shutterstock.com)

Schon seit Monaten gibt es ja zwischen den beiden Großmächten China und USA massive Handelsstreitigkeiten. Diese zeigen nun offensichtlich negative Wirkung. Reuters meldete, dass selbst die wachstumsverwöhnte Konjunktur des Reichs der Mitte langsam aber sicher zur Schwäche neigt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) habe von Juli bis September dieses Jahres nur noch um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zulegen können.

Das sei der Agentur zufolge der geringste Zuwachs seit dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise Anfang 2009. Die Verantwortlichen im Reich der Mitte räumen mittlerweile offen ein, dass „von außen kommende Unsicherheiten“ das Wachstum beeinträchtigen würden. Man sei aber zuversichtlich, für das Gesamtjahr 2018 ein BIP-Wachstum in Höhe von 6,5 Prozent erreichen zu können.

Pessimistische Ökonomen

Interessant ist auch, dass Reuters zufolge selbst die eigentlich immer optimistischen Volkswirte mit Blick auf die Entwicklung Chinas zumindest vorsichtiger werden. China werde weiter Gegenwind bekommen, so der Tenor der „Experten“. Zum einen würden die US-Zölle belasten und zum anderen dürfe die schwächere Nachfrage aus den Schwellenländern nicht unterschätzt werden.

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Da ein Ende dieser Belastungen nicht in Sicht sei, werde sich das BIP-Wachstum wohl auch im kommenden Jahr drastisch verlangsamen. Hier erwarten die Volkswirte laut Reuters einen Rückgang auf für chinesische Verhältnisse magere 6 Prozent im Jahr 2019. Schon jetzt gehen die Experten davon aus, dass am Ende die Verantwortlichen, sprich Zentralbank und Regierung in Peking, massiv stützend eingreifen werden.

Schuldenberg nicht zu unterschätzen

Es wird der Regierung in Peking am Ende nichts anderes übrigbleiben, mit allen Mitteln die Konjunktur zu stützen. Fakt ist nämlich, dass das Reich der Mitte einen gigantischen Schuldenberg aufgetürmt hat. In jüngster Vergangenheit sprach die die Ratingagentur S&P Global Ratings von Kreditrisiken von „titanischem Ausmaß“. Das ist schon eine Formulierung, die man in der Schärfe nicht oft liest. Die lokale Regierung im Reich der Mitte allein würden unter einem Schuldenberg von sage und schreibe 5,8 Billionen Dollar leiden. Unglaublich, aber leider wohl wahr.

Ja, liebe Leser, es erhärtet sich der Eindruck, dass auch in China die Bäume nicht in den Himmel wachsen können. Die spannende Frage wird sein, ob die Schuldenberge in der Form bestehen bleiben können. Noch immer unterschätzen die meisten „Experten“ die Gefahr einer massiven Schuldendeflation in China. Wehe, wehe, wenn die chinesische Schuldenblase am Ende dann doch platzen wird…


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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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