Wacker Neuson mit durchwachsenen Zahlen

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Der mittelständische Baugerätehersteller Wacker Neuson hat vorläufige Geschäftszahlen für 2019 präsentiert und seine Gewinnprognose reduziert. (Foto: OlegDoroshin / shutterstock.com)

Nachdem ich Ihnen in der vergangenen Woche die ersten vorläufigen Geschäftszahlen der Drägerwerk AG & Co. KGaA präsentiert habe, haben mittlerweile auch andere mittelständische Unternehmen ihre Zahlen vorgelegt.

Eines davon ist der Münchener Baugeräte- und Kompaktmaschinen-Hersteller Wacker Neuson. Da das SDax-Unternehmen nicht jedem bekannt sein dürfte, möchte ich es Ihnen kurz vorstellen.

Wacker Neuson im Portrait

Das 1848 in Dresden gegründete Familienunternehmen ist ein weltweit tätiger Unternehmensverbund bestehend aus mehr als 50 Tochterunternehmen und 140 eigenen Vertriebs- und Servicestationen.

Als ein führender Hersteller von Baugeräten und Kompaktmaschinen bietet Wacker Neuson seinen Kunden weltweit ein breites Produktprogramm sowie umfangreiche Service- und Dienstleistungsangebote.

Zur Wacker Neuson Group gehören die Produktmarken Wacker Neuson, Kramer und Weidemann. Das Kundenspektrum der Gruppe umfasst das Bauhauptgewerbe, der Garten- und Landschaftsbau, die Landwirtschaft, Kommunen, die Recycling- und Energiebranche sowie Bahnbetriebe und Industrieunternehmen.

Zukäufe und Fusionen

In 2002 erfolgte die Umfirmierung der Unternehmensgruppe von einer GmbH zur Wacker Construction Equipment AG. Durch Zukäufe der Weidemann GmbH im Jahr 2005 sowie der schweizerischen Drillfix AG und der US-amerikanischen Ground Heaters, Inc. in 2006 wuchs das Münchener Unternehmen und erweiterte sein Angebotsspektrum.

Am 31. Oktober 2007 fusionierte Wacker mit der österreichischen Neuson Kramer Baumaschinen AG. Im Mai 2007 ging Wacker an die Börse. Schon wenige Monate später wurde Wacker Constructions in den SDax aufgenommen. Im Februar 2009 erfolgte die Umfirmierung der Wacker Construction Equipment AG in die heutige Wacker Neuson SE.

Vorläufige Geschäftszahlen für 2019

Die Wacker Neuson Group rechnet für das Geschäftsjahr 2019 nach vorläufigen und ungeprüften Zahlen mit einem Umsatz von rund 1,9 Mrd. Euro. Dies bedeutet ein Umsatzplus von knapp 12% gegenüber dem Vorjahr.

Auch wenn dieses Umsatzwachstum grundsätzlich positiv zu bewerten ist, musste Wacker Neuson die Gewinnprognose zum wiederholten Male deutlich zusammenstreichen. So rechnet das Unternehmen für 2019 nur noch mit einer operativen Gewinnmarge (EBIT-Marge) von etwa 8%. Die zuletzt prognostizierte EBIT-Marge lag bei 8,3 bis 8,8%.

Als Gründe für diese negative Entwicklung nannte Wacker Neuson umfangreiche Abverkäufe unter Wert in Nordamerika und Abwertungen von Rohmaterialien. Des Weiteren belastete ein ungünstiger Produktmix das Ergebnis.

Kostenreduzierungsprogramm beschlossen

Um die Profitabilität zu steigern, hat der Wacker-Vorstand ein Kostenreduzierungsprogramm beschlossen. Durch die geplanten Initiativen rechnet der Vorstand mit einem Einsparpotenzial von bis zu 50 Mio. Euro im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019.

Das ist aus meiner Sicht ein Schritt in die richtige Richtung. Dennoch macht es meines Erachtens Sinn, zunächst eine Margenverbesserung abzuwarten, bevor interessierte Leser einsteigen. Dann steigen Sie womöglich teurer ein, nehmen dafür aber auch deutlich geringere Risiken in Kauf.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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