Währungs-Turbulenzen wirbeln Rohstoff-Aktien durcheinander

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Die aktuelle Euro-Stärke hat Folgen für den US-Dollar und auch den kanadischen Dollar. Hier eine aktuelle Analyse von Oliver Groß zum Thema: (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Bei Investments im Ausland speilt die Währungs-Entwicklung immer auch eine Rolle. Viele Anleger schauen dabei zuerst auf die Entwicklung von Euro und US-Dollar.

Doch gerade im Rohstoff-Segment spielen auch andere Währungspaare eine wichtige Rolle.

Das Währungspaar EUR/CAD

Dazu gehört beispielsweise die Entwicklung des kanadischen Dollar im Verhältnis zum Euro.

Hier müssen Sie eine Sache bedenken:

Auch wenn Sie kanadische Aktien in Deutschland kaufen, so ist doch der Maßstab die Notierung an der Heimatbörse – also die Notierung in kanadischen Dollar.

Was hier zuletzt passiert ist und was auch beim Euro-Dollar Wechselkurs zurzeit los ist, hat mein Kollege Oliver Groß in einer aktuellen Analyse zusammengefasst.

Diese möchte ich Ihnen hier in der Folge vorstellen:

Temporäre Belastung durch Entwicklungen am Währungsmarkt

„Auf die Entwicklungen bei den Währungen hat niemand Einfluss; mal laufen die Währungen für -, mal gegen uns.

In den letzten Wochen haben sich die Entwicklungen am Währungsmarkt für die Rohstoff- und Minen-Aktien stark negativ ausgewirkt. Was ist passiert?

Nach dem Wahlausgang in Frankreich, der ein drohendes Auseinanderbrechen der Euro-Zone vorerst erneut abgewendet hat, beschleunigte sich die Rally beim Euro, welche Anfang März gestartet wurde.

So legte der Euro z. B. gegen die Weltleitwährung, dem US-Dollar, seit Jahresanfang um mehr als 7% zu.

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Das sind erhebliche Bewegungen, die sich auch direkt auf den Rohstoff- und Minenmarkt auswirken.

Da z. B. viele Rohstoffwerte ihre Hauptbörse in den USA besitzen, werden sie direkt von den Entwicklungen im Währungspaar EUR/USD beeinflusst.

Da die Euro-Rally sehr steil verlief, die Zinsdifferenzen zwischen den USA und Europa weiter stark auseinanderklaffen und die Schulden- und Bankenkrise in der EU alles andere als beseitigt ist, sehe ich nur noch begrenztes Aufwärts-Potential für den Euro.

Kanada-Dollar wird schon bald wieder zulegen

Noch deutlicher fielen zwischenzeitlich die Bewegungen im wichtigen Währungspaar EUR/CAD (Euro vs. kanadischer Dollar) aus.

So verlor der kanadische Dollar in den letzten Wochen zum Euro rund 10% an Wert.

Der kanadische Dollar ist stark überverkauft und Hedgefonds halten eine Rekord-Short-Position auf den CAD, was als Kontra-Indikator gewertet werden kann.

Ich sehe auf jeden Fall einen viel stärkeren kanadischen Dollar mittelfristig kommen.

Sobald der CAD zum Euro wieder an Stärke gewinnt, werden Ihre Währungs-Verluste umgehend in Gewinne umgewandelt.“

Soweit die aktuelle Marktanalyse von Oliver Groß. Sie sehen hier ganz klar: Schwankungen bei Währungen können Segen und Fluch bei diesen speziellen Aktien sein.

Derzeit sieht Oliver Groß aber wieder einen Sektor ganz besonders aussichtsreich. Welcher Sektor das ist, erfahren Sie schon morgen an dieser Stelle.


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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.