DAX: Wahlen – und danach; Allzeithoch oder Crash?

Der DAX-Index wartet auf die Wahlen. Was passiert danach? Auf was Sie jetzt besonders achten müssen, verrät Ihnen Michael Sturm hier: (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Die Bundestagswahlen stehen vor der Tür, und der DAX-Index geht in Wartestellung.

Wenngleich die Prognosen einen klaren Sieg der Union vorhersagen, so wissen wir aus der jüngsten Vergangenheit, wie derartige Prognosen ausgehen können.

Ich erinnere an den „BrExit“ und an die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten.

So geht die Börse erst einmal in Wartestellung, wasim kurzfristigen 1-Monats-Chart des DAX-Index gut zu erkennen ist:

DAX 1M 200917

DAX-Chart 1 Monat (Stunden-Balken)

DAX-Index in Schiebezone

Am Donnerstag vorvergangener Woche knackte der DAX-Index zunächst den Abwärtstrend (blaue Trendlinien).

Auch diesem Bruch ging eine kleine Schiebzone voraus (schwarze Linien).

Der sich anschließenden recht dynamischen Aufwärts-Bewegung (2. grüner Trendkanal) habe ich in der vergangenen Woche bereits das Ende vorausgesagt.

Die aktuelle Seitwärts-Konsolidierung sieht aus charttechnischer Sicht sehr positiv aus.

Denn das Tempo, welches der DAX-Index nach dem Überwinden des seit Mitte Juni währenden Abwärtstrends vorgelegt hatte, war einfach zu hoch.

Es ist durchaus ein denkbares Szenario, dass sich der DAX-Index am Montag nach der Bundestagswahl nach oben aus der Schiebezone befreien kann – vorausgesetzt, es gibt keine Überraschungen.

Als Kursziel ist dann das Allzeithoch zu nennen. Das wird aber aus dem kurzfristigen 1-Monatschartbild nicht ersichtlich.

Es wird aber schnell klar, wenn wir das mittelfristigen 1-Jahres-Chartbild vom DAX-Index betrachten:

DAX 200917 1J

DAX-Chart 1 Jahr (8-Stunden-Balken)

Allzeithoch oder runter auf 12.325 Punkte?

Die Beendigung des seit Juni bestehenden Abwärts-Trendkanals (roter Trendkanal) ist leicht zu erkennen (roter Kreis). Der nachfolgende Anstieg war sehr dynamisch.

Selbst die 12.325er-Marke (grüne Horizontale) wurde locker übersprungen.

Sie fungiert nun als gute Unterstützung und sollte nicht unterschritten werden. Deshalb sind DAX-Trader gut beraten, hier ein Stopp-Loss einzuziehen.

Sollte die Schiebezone (schraffierter Bereich) nach oben verlassen werden, dann wird dem DAX-Index auf dem Weg zum Allzeithoch (blaue Horizontale) nicht mehr viel im Wege stehen.

Betrachtung der Risiken:

Was nicht passieren darf, ist ein Abgleiten unter die 12.325er-Marke und sogar unter die 12.000.

Denn dann stünde uns eine so genannte Schulter-Kopf-Schulter-Formation ins Haus.

Das wäre charttechnisch eine sehr negative Formation, die ein Abrutschen bis auf 11.500 und sogar 10.800 Punkte wahrscheinlich machen würde.

Sehen Sie hier dieses Szenario:

SKS

Mögliche S-K-S Formation bei negativem Szenario

Sie sehen also, dass Allzeithoch oder scharfe Korrektur rein charttechnisch betrachtet recht eng beieinander liegen.

Die Bundestagswahl wird ein Faktor sein, aber auch das US-Haushalts-Defizit oder ein neu entflammter Nordkorea-Konflikt könnten die Börsen schnell negativ beeinflussen.

Ich messe dem Aufwärtstrend mit Test des Allzeithochs dennoch die größere Eintritts-Wahrscheinlichkeit bei.

Ich möchte Ihnen aber scharfe Beobachtung der 12.325er- und 12.000er-Marke sehr ans Herz legen!

Abschließend noch die Betrachtung des langfristigen 10-Jahres-Chart des DAX-Index:

DAX 200917 10J

DAX-Chart 10 Jahre (Wochen-Balken)

Bei positivem Szenario sind 13.350 – 14.000 Punkte drin

Im 10-Jahres-Chartbild bleibt zunächst einmal der langfristige Trend (dunkelblauer Trendkanal) übergeordnet und völlig intakt.

Dies vorweg, richtet sich das Hauptaugenmerk auf den grünen Trendkanal.

Dieser recht steile mittelfristige Aufwärtstrend wurde in den vergangenen Wochen an seiner unteren Begrenzung auf die Probe gestellt.

Mit dem jüngsten Anstieg ist dieser Test zunächst gelungen.

Sollte es dem DAX-Index tatsächliche gelingen, das alte Hoch herauszunehmen (knapp unter 13.000 Punkten), wäre der Weg zunächst frei bis zur oberen Begrenzung des inneren roten Trendkanals.

Das bedeutet im Klartext: Bis zum Jahresende 13.350 Punkte und bei Überwindung des roten Trends sogar 14.000 Punkte.

Aber bitte immer wachsam bleiben! Denn eine mögliche S-K-S-Formation, so wie im Mittelfrist-Szenario, würde das Bild stark eintrüben.

Fazit

Die seit Juni andauernde Konsolidierung ist zunächst beendet. Es bestehen durchaus Chancen, das Jahr sehr positiv zu beenden.

Auf der anderen Seite steht die Gefahr einer großen Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Dies ist im Auge zu behalten!

Und, nicht zu vergessen:

  • EZB-Chef Mario Draghi wird im Oktober das Thema „Ende der Liquiditäts-Spritzen“ ansprechen müssen,
  • das US-Haushalts-Defizit steht auf dem Plan
  • und der Nordkorea-Konflikt schwelt ebenfalls weiter.

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Von: Michael Sturm. Über den Autor

Tauchen Sie ein in die neue Dimension des Handelns an der Börse. Mit seinen Börsendiensten 30-Prozent-Trader und 5-Minuten-Trader arbeiten mehr als 2 Jahrzehnte Erfahrung und geballte Leidenschaft für die Finanzmärkte für Ihr Depot. Seine ebenso ungewöhnlichen wie erfolgreichen Trading-Strategien sind dabei stets geprägt von Michael Sturms Motto: Gewinnen mit Verstand und ruhiger Hand!

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