Wall-Street-Ausblick 2018 – Teil 1

Im vergangenen Jahr wurden die hohen Kursgewinne der US-Indizes durch den Höhenflug des Euro geschmälert. Das ist 2018 nicht zu erwarten. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Ein erfolgreiches Börsenjahr liegt hinter uns. Während der heimische DAX einen Jahresgewinn von 12,5% verbuchte, stach insbesondere die amerikanische Wall Street positiv heraus. Dort kannten die Aktienkurse in den vergangenen Monaten nur eine Richtung – nach oben.

Nach dieser starken Rally drängt sich die Frage auf, wohin die Reise im neuen Börsenjahr geht. Ich möchte heute und morgen die weiteren Perspektiven an der New Yorker Börse für Sie unter die Lupe nehmen.

US-Indizes kletterten 2017 von einem Hoch zum nächsten

In den vergangenen Monaten eilten die US-Indizes praktisch ohne wirkliche Rücksetzer von einem Rekordhoch zum nächsten. Die Bilanz des zurückliegenden Jahres 2017: Der Dow Jones verbuchte einen Zugewinn von 25%, der breit gefasste S&P 500 legte um gut 19% zu. Die Nase vorn hatte einmal mehr der Nasdaq 100: Der Technologieindex verbesserte sich auf Jahressicht um 32%.

Mehr als nur ein kleiner Wermutstropfen war für uns europäische Anleger jedoch der starke Euro. Die Gemeinschaftswährung wertete gegenüber dem US-Dollar auf Jahressicht um 14% auf. Die Währungseinbußen schmälerten die Gewinne, die europäische Investoren mit amerikanischen Aktien erzielen konnten, doch erheblich.

Durch die Dollar-Schwäche blieb beim S&P 500 auf Euro-Basis beispielsweise gerade einmal ein Plus von knapp 5%. Der Nasdaq 100 verzeichnete auf Euro-Basis immerhin einen Zuwachs von rund 16%.

Eine Fortsetzung des Euro-Höhenflugs ist nicht zu erwarten

Soweit der Blick in den Rückspiegel. Doch wie geht es im neuen Jahr weiter? Von der Währungsseite rechne ich für die nächsten Monate damit, dass der Gegenwind zumindest abflaut. Der Euro war gegenüber dem Dollar Anfang September mit knapp 1,21 Dollar auf den höchsten Stand seit Anfang 2015 geklettert, kam in der Folge aber zeitweise bis auf 1,1555 Dollar zurück.

Wenngleich der Euro zuletzt wieder anzog, erwarte ich keine Fortsetzung des Höhenflugs. Gerade auch vor dem Hintergrund, dass die US-Notenbank für dieses Jahr drei weitere Zinsschritte plant. In Europa hingegen setzt die EZB ihre Nullzins-Politik fort. Die steigenden Zinsen in den USA dürften den Dollar tendenziell eher stärken. Einen nachhaltigen Sprung über die Widerstandszone bei 1,20/1,21 Dollar halte ich daher für unwahrscheinlich.

Die Währungsentwicklung sollte mögliche Kursgewinne in diesem Jahr also nicht erneut schmälern. Vielmehr sehe ich die Chance, dass das Blatt sich wendet. Feiert der Dollar ein Comeback, winken für europäische Anleger zusätzliche Währungsgewinne.

Bleibt die (wichtigere) Frage, wie es mit den Aktienkursen an der New Yorker Wall Street im neuen Börsenjahr 2018 weitergeht. Droht angesichts weiter steigender Zinsen ein Ende des Bullenmarkts? Dieser Frage und den weiteren Perspektiven für amerikanische Aktien werde ich mich morgen im zweiten Teil meines Wall-Street-Ausblicks widmen.


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Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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