Wann setzt diese Aktie erneut zum Sprung an?

Wer in den Metropolen der Welt zuhause und bei der Jugend angesagt ist, hat es als Sportartikler geschafft. Was jetzt für Puma noch drin ist! (Foto: M DOGAN / shutterstock.com)

Kleiden Sie sich gerne sportlich? Wenn man mal in US-Großstädten flaniert, könnte man denken, alle kämen gerade vom Sport oder seien auf dem Weg dahin. Grelle Farben, weite Schnitte, große Logos. Junge Amerikaner in den Metropolen des Westens mögen es sportlich. Eine Marke feiert gerade ihr Comeback als sportliche Streetwear. Die Rede ist von Puma. Doch was bedeutet das für Anleger? Wir haben die Aktie für Sie auf Herz und Nieren analysiert.

Puma wurde 1948 in Herzogenaurach gegründet. Als sich die Brüder Rudolf und Adi Dassler trennten, wurde das Familienunternehmen in adidas und Puma aufgeteilt. Die Kernkompetenzen liegen in den Sportarten Fußball und Laufen. Heute gehört Puma zu den stärksten Markennamen in der Branche. Neuartige Concept Stores wurden in San Francisco, New York, Tokio, Paris und Rom eröffnet.

Puma springt in den MDax

Bei Puma läuft es nach schwierigen Jahren des Umbaus wieder rund. 2017 konnte der Gewinn auf 136 Mio € mehr als verdoppelt werden. Der Konzern knackte zudem erstmals die Umsatzmarke von 4 Mrd €. Zum Jahresauftakt sind Pumas Resultate besser als erwartet ausgefallen. Der Umsatz erhöhte sich um 12,5% auf 1,13 Mrd €; währungsbereinigt lag der Anstieg bei 21,5%. Alle Regionen und Produktsegmente trugen mit zweistelligen währungsbereinigten Wachstumsraten zum Umsatzanstieg bei.

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Vor allem die Region Asien-Pazifik, angetrieben von China, erreichte ein starkes Umsatzwachstum von 34,8%. Das Segment Schuhe war erneut Haupttreiber des Wachstums, gefolgt von Textilien und Accessoires. Die Kategorien Running und Training und Sportstyle erzielten die stärksten Wachstumsraten.

Aufgrund dieses starken Zuwachses, einer Verbesserung der Rohertragsmarge von 110 Basispunkten und einer strengen Kostenkontrolle stieg das operative Ergebnis (EBIT) um 60% auf 112 Mio €. Der Luxuskonzern Kering hat sich von Puma getrennt. Statt 86% hält Kering nur noch rund 16% an Puma. Die deutsche Marke ist damit mehrheitlich im Streubesitz und hat im Juni den Aufstieg in den MDax geschafft.

Sprintet die Aktie einfach weiter?

Puma hat wegen des unsicheren Geschäftsumfeldes, bedingt durch volatile Wechselkurse und ein schwieriges Handelsumfeld, den Ausblick für 2018 nur leicht angehoben. Erwartet wird ein währungsbereinigter Umsatzanstieg von 10 bis 12% (vorher 10%) und ein EBIT zwischen 310 und 330 Mio € (vorher 305 bis 325 Mio €). Die Aktie list leider schon extrem hoch bewertet. Der MDax-Neuling wird erst einmal verschnaufen müssen, bevor die Rekordjagd weitergehen kann. Warten Sie besser noch ab oder halten Sie die Aktie.


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.