Warnung: Gefährliche rote Kerze im DAX-Chart

Der DAX erreichte gestern ein neues Jahreshoch – doch das ist alles andere als ein Grund zum Feiern!

Mit einem großen Sprung starteten die Handels-Akteure in den Tag. Der DAX schnellte sofort auf 12.156 Punkte.

Lag es an der US-Notenbank FED, die eine Zins-Abhebung entschied? Viel wichtiger ist die Tatsache, dass seitdem die Kurse im DAX nur noch eine Richtung kannten: nach unten.

Die Spekulanten nahmen sofort Gewinne mit und trauten in der Masse dem deutschen Aktienindex keine höheren Kurse zu.

Außerdem ist heute der 3-fache Verfallstag, der sogenannte Hexensabbat. Der sorgte zumindest dafür, dass der DAX zum Mittag bei der Abrechnung über 12.100 Punkte notierte.

Nächstes Ziel 12.000 Punkte?

Ich weiß: Das Thema 12.000 Punkte und der DAX ist inzwischen genauso spannend, wie Trump, der für jede Kursbewegung verantwortlich gemacht wird.

Fakt ist aber: Wir haben gestern im DAX eine Kurslücke aufgerissen und müssen dieses GAP vermutlich erst einmal schließen.

Dazu sind Kurse auf dem Ausbruchs-Niveau nötig und dieses liegt bei knapp bei der berühmten Marke.

Die Luft wird allmählich dünn im DAX.

Zumindest mangelt es an Gründen, warum die Kurse weiter klettern sollten, wenn selbst die Notenbanken über Zins-Anhebungen nachdenken und diese z. T. sogar schon umsetzen.

Sie erinnern sich: Niedrige Zinsen sind der Grund, warum reihenweise Anleger in Aktien investieren – einfach aus Mangel an Alternativen.

Wenn jetzt diese Zinsen wieder angehoben werden, müsste Stück für Stück Kapital aus dem Aktienmarkt gezogen werden.

Die Chance für eine Bullen-Falle ist aktuell präsent.

Dieses Spiel kennen Sie schon aus dem Januar und Februar: Sobald ein neues Jahreshoch erreicht wurde, gingen die Kurse erst einmal wieder zurück.

Vielleicht sind dieses Mal alle guten Dinge 3, doch momentan ist die Seitenlinie eher zu empfehlen, als blind darauf zu wetten, dass der DAX jetzt nur noch steigen kann.

Was geschieht, wenn Optionen auslaufen?

Aus aktuellem Anlass betrachten wir heute einmal dieses Thema:

Üblicherweise kaufen wir beim 5-Minuten-Trader einen Spread, also 2 entgegenlaufende Kontrakte.

Dies ist auch so geschehen am 19.12.2016:

Damals empfahl Michael Sturm einen Kalender-Call-Spread auf Daimler, also 2 unterschiedlich lang laufenden Kontrakte mit Tendenz steigender Kurse auf die Stuttgarter Autobauer.

Aus diesem Grund haben wir den LongCall mit Laufzeit 16.6.2016 und den ShortCall mit Laufzeit 17.3.2016 gekauft. Letzterer wurde heute abgerechnet.

Normalerweise schließen wir an solch einem Tag beide Kontrakte. Diesmal läuft es aber anders: Wir lassen den Short auslaufen und behalten den Long weiterhin im Depot.

Der Grund: Michael Sturm rechnet mit weiter steigenden Kursen der Daimler-Aktie.

Und somit können wir theoretisch bis in den Juni warten, bis die Kurse unseren Vorstellungen entsprechen und dann verkaufen.

17. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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