Warnung: Inflationsgeschützte Anleihen nicht kaufen!

Inflationsgeschützte Anleihen sind der letzte Schrei – lassen Sie sich jedoch nicht hinters Licht führen, seien Sie skeptisch. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

2,5 fach überzeichnete staatliche infaltionsgeschüützte Anleihen in den USA:

das beweist, dass die Angst auch in Nordamerika inzwischen groß ist.

Die Schuldenmacherei der US-Regierung lässt Privatinvestoren nicht mehr kalt. Wer sich aber tatsächlich schützen möchte, investiert besser anders, meinen wir.

Inflationsgeschützte Anleihen: Hohe Nachfrage zeigt Angst

Inflationsschutz heißt bei diesen Anleihen, dass Investoren 0,5 Prozentpunkte oder 1 Prozentpunkt mehr erhalten als die offizielle Inflationsrate beträgt. Das ist wenig – inoffiziell ist die Inflationsrate regelmäßig weit größer. Denn: die Behörden korrigieren die Zählweise eigenständig in regelmäßigen Abständen, meist nach unten.

Gemessen in den Kriterien der 80er Jahre etwa liegt die US-Inflationsrate schon bei mehr als 6,5 bis sogar über 7 Prozent. Zusätzlich kommt aber hinzu:

Steuern: der zweite Renditefresser

Die Steuern fressen den Inflationsschutz nahezu komplett auf, wenn überhaupt noch etwas übrig geblieben ist. Es müsste neben Inflationsschutz eine komplette Steuerbefreiung auf die Zinsen geben, damit sich die Investition lohnt.

Lassen Sie auch bei uns in Deutschland die Finger von  Investitionen in inflationsgeschützte Anleihen. Es lohnt sich – vor allem nach Abzug der Steuern – nicht mehr. Investieren Sie stattdessen in Substanz. Namentlich in Aktien mit fundamental gesunden Daten oder in Immobilien. Eine unserer Aktien-Empfehlungen bleibt: die Münchner Rück.

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Immobilien-Investitionen können Sie mit Vermieter-Anwalt Tobias Mahlstedt absichern. In seinem “Immobilien-Berater” finden Sie rund um Immobilien-Investitionen alles, was bei Immobilien zu bedenken ist.

Hintergrundwarnung vor neuen Inflationsschutz-Investments aus Medien

Es geht um die Neuemission der britischen “M&G Investments”. Diese bringen einen Fonds auf Inflationsschutzanleihen demnächst heraus. “Welt” meint, dies sei lohnend, wir dagegen sagen aber, dass es so nicht erforderlich ist zu investieren. Sie haben auf alle Fälle Alternativen.

Unternehmensanleihen können, wie in diesem Fonds, auch an die Inflation “gebunden” sein. Das heißt in diesem Fall, dass die Zinszahlungen an die Höhe der Inflation gekoppelt sind und mit ihr steigen. Nur: der Profit ist gering.

Besser: höhere Zinsen

Die meisten Anleihen dieser Art haben Zinsaufschläge von 0,5%-Punkten bis 1%-Punkt auf die Inflation. Dies ist zu wenig. Eines vergessen, übersehen oder verschweigen die Anbieter:

Die Steuern fressen nicht nur die Zinsen wieder auf, sondern sorgen insgesamt für ein Minus. Kassieren Sie 2% plus Inflation von 3%-Punkten, sind dies insgesamt 5% “Zins”. Davon zahlen Sie inklusive Aufschlägen etwa 1,7%-Punkte. Es bleiben 3,3% – davon ziehen Sie aber wiederum die Inflation und Gebühren ab.

Unsere Empfehlung: Bertelsmann Genussschein

Es nützt nichts – insgesamt brauchen Sie gegen die Inflation eine höhere Verzinsung. Diese schaffen Sie mit einem Genussschein von Bertelsmann. Den empfehlen wir bei einer aktuellen Rendite von 6,2% immer noch. Er ist börsenhandelbar.


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Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.