Warnung: Kryptowährungen im Sturzflug

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Derzeit verlieren die Kryptowährungen massiv an Wert. Ein Ende der Abwärtsspirale ist noch nicht erkennbar. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Nachdem es letztes Jahr mit Kryptowährungen wie dem Bitcoin kräftig aufwärtsging, erleben diese jetzt einen Crash. Von ehemals fast 20.000 Dollar pro Bitcoin hat sich diese „Währung“ zwischenzeitlich in den vergangenen Tagen mit nur noch gut 9.000 Dollar pro Bitcoin mehr als halbiert.

Analysten halten eine weitere knappe Halbierung auf nur noch 5.000 Dollar pro Bitcoin für möglich. Allein am Dienstag letzter Woche verlor der Bitcoin gleich 25 Prozent an Wert. Andere Kryptowährungen wie der Ripple-Index sackten sogar um 35 Prozent ab. Hintergrund sind Pläne von China und Südkorea, die Verwendung von Kryptowährungen einzuschränken oder zu verbieten.

Alleine die Erzeugung von Bitcoins hat in China manche Regionen schon an den Rand eines Energienotstandes gebracht. Nur um das Bitcoin-System am Laufen zu halten, benötigt man so viel Strom, wie ganz Irland in einem Jahr verbraucht. Jede Bitcoin-Transaktion erfordert so viel Elektrizität, wie ein verschwenderischer US-amerikanischer Haushalt während einer ganzen Woche beansprucht.

Bitcoins verbrauchen auch zu viel Energie

Daran sehen Sie, dass alleine wegen des extremen Energieaufwands solche „Währungen“ gar keine Zukunft haben. Dazu kommt, dass es sich um keine Währungen im eigentlichen Sinne handelt, sondern nur um Spekulationsobjekte. Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele erklärte, dass Kryptowährungen frei erfunden seien und man diese nicht wie eine Währung verwenden, sondern nur tauschen könne. Mangels wirklicher Bezugsgröße sei der Wert dafür beliebig, bis zum Totalverlust.

Deshalb schrieb ich schon vor knapp einem Jahr: „Hinzu kommt, dass hinter diesen Währungen nichts steht, außer einem vagen Versprechen des Erfinders, der beispielsweise bei Bitcoin bis heute nicht sicher bekannt ist. Während man normale Währungen als Bargeld – unabhängig vom Bankensystem oder dem Internet – nutzen kann, ist man bei Kryptowährungen völlig vom Funktionieren der Technik, speziell des Internets, abhängig. Doch in Krisenzeiten brauchen Sie gerade eine Währung, die möglichst unabhängig von Technik funktioniert, wie das klassische Bargeld oder auch Edelmetalle.“

Gewinne wird es am Ende keine geben, nur Verluste. Das heißt für Sie: Halten Sie sich von solchen an sich wertlosen reinen Zocker- und Spekulationsmitteln fern. Sie sichern sich damit keinesfalls ab, sondern riskieren nur Ihr Vermögen für fragwürdige Versprechen. Investieren Sie besser aktiv in Ihre handfeste Krisenabsicherung und setzen Sie vor allem auch auf Fremdwährungen und Edelmetalle.


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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.