Warnung: Spanien und Kroatien nicht zeichnen

Gestern las ich in einem Sonntagsmagazin (also: zu spät), dass Spanien und Kroatien als Staatsanleihen attraktiv seien. Nein, kann ich Sie nur warnen. Kaufen Sie weder griechische, noch spanische, noch kroatische Anleihen. Die Anleihen sind nicht „attraktiv“, wie es heißt, sondern reine Bomben – weit davon entfernt, ein Kapitalschutz zu sein. Hier zum Hintergrund und zur Alternative…

Kroatien: abenteuerliche Laufzeit

Zwei Merkmale sprechen schnell gegen die kroatische Anleihe – zum einen die Einstufung mit „BBB“ (von Rating-Agenturen: das heißt „Gefahr“) und die Laufzeit bis April 2014. Abenteuerlich, wenn Sie sich darauf einlassen müssten.

In den nächsten zwei Jahren werden die Zinsen stark steigen, das heißt dann: die Anleihen mit Laufzeiten von mehreren Jahren verlieren zumindest zwischenzeitlich deutlich an den Börsen. Sie müssten bis Laufzeitende halten, um keine Kursverluste zu machen.

Geld damit wie Festgeld

Daher ist diese Anleihe festgeldähnlich. Sie werden zwischenzeitlich kaum verkaufen können oder wollen. Der Zins aber entschädigt Sie dafür nicht: 4,4 Prozent. Mit anderen Worten: das Geld ist fest, der Zins niedrig, das Risiko hoch. Wie bei vielen Anleihen von Staaten zur Zeit. Daher meine Warnung.

Dasselbe gilt für die spanischen Anleihen: 3,7 Prozent Rendite sind viel zu wenig, um die Risiken abzudecken. Gleichzeitig müssen Sie damit rechnen, dass die Kurse allein schon zinsbedingt sinken.

Das heißt auch für diese Papiere: nicht zeichnen. Dasselbe gilt für alle nachfolgenden Tranchen. Nicht zeichnen.

Wenn in den Medien die „Platzierung“ gelobt wird, weil sie überzeichnet ist, lassen Sie sich davon nicht beeindrucken. Das sagt weder etwas über das Vertrauen noch über die Marktgängigkeit der Anleihen – aus welchem Land auch immer – aus. Das zeigt nur: die EZB, europäische Zentralbank, kauft mit ihren Institutionen fleißig mit.

Unternehmensanleihen deutlicher: Gefahren wachsen

Offener sind die Probleme bei Unternehmensanleihen. Die Neuemissionen sind um über 20 Prozent zurückgegangen. Wohlmeinende Finanzjournalisten meinen – leider -, dies liegt an der guten Finanzierung der Unternehmen.

Ich meine: auch dies ist falsch. Wer bei den noch günstigen Zinsen nicht zugreift, kann derzeit einfach nicht. Und dies ist die Situation der Unternehmen. Die Staaten greifen aktuell an den Anleihemärkten das Kapital schlicht ab. Daneben mag es auch Unternehmen gut gehen, aber um auf Anleihen zu verzichten, müssten diese schuldenfrei sein. Und davon sind sie weit entfernt.

Die gute Nachricht für Sie: die Anleihemärkte funktionieren nicht richtig – dies wird erneut für einen Anschub an den Aktienmärkten sorgen. In absehbarer Zeit fließt wieder Kapital an die Aktienbörsen. Den Kursen kann dies nur gut tun. So etwa Unternehmen wie RWE, die aktuell unverdient verloren haben.

Den Wert verfolge ich für Sie im „Neuen Deutschen Geldanlagebrief“ weiter – Woche für Woche, falls etwas Neues passiert. Auf diese Weise werde ich Sie schützen – sogar im kostenfreien 30-Tage-Gratis-Test, den Sie hier anfordern können.

Stellen Sie sich wg. der Anleihe-Probleme der Staaten allerdings auf höhere Steuern ein. Die kommen – sicher.

Übrigens: Auf die höheren Steuern hatte ich bereits hingewiesen. Eine Gegenmaßnahme: Kaufen Sie Aktien und halten diese möglichst lange. Abgeltungsteuer zahlen Sie erst beim Verkauf. Die zwischenzeitlich gesparten Steuern stehen Ihnen zinsfrei zur Verfügung.


Aktienstudie
Zum Jahresstart in diese 3 Werte investieren

Wer 2017 noch nicht zugeschlagen hat, sollte diese Werte spätestens zum Jahresstart 2018 ins Depot überführen. Wir erklären, welche 3 Werte Sie jetzt brauchen, um erfolgreich ins neue Jahr zu starten und satte Gewinne zu realisieren.

Klicken Sie jetzt hier, um sich "3 Top-Aktien 2018" GRATIS zu sichern! ➜


6. Juli 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Janne Joerg Kipp. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt