Warnung: „Strukturierten Anleihen“ können Vermögen vernichten

Die Zahlen aus der Zertifikate-Industrie sind alarmierend. "Strukturierte Anleihen" können Vermögen vernichten. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Die neuen Zahlen aus der Zertifikate-Industrie zeigen: Zertifikate sind immer noch Bomben in vielen Privatinvestor-Depots.

Komplizierte Zertifikate vernichten Vermögen, das hat die Vergangenheit gezeigt. Eine Warnung vor „strukturierten Anleihen“, die sehr aktuell ist.

2011: Warnung vor strukturierten Anleihen – Anteil ist zu hoch

„Strukturierte Anleihen“ sind Zertifikate. Zwischenzeitlich haben die Anbieter von Zertifikaten den Namen der Wertpapiere wieder gewechselt, weil die nach zahlreichen Verlusten in Verruf geraten sind.

Unsere Warnung vor strukturierten Anleihen begründet sich aus den Erfahrungen der Vergangenheit, als komplizierte Zertifikate viel Vermögen vernichtet haben.

Strukturiert heißt kompliziert, zeigte sich oft. Zertifikate versprechen Ihnen die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals, wenn die Bedingungen bei der Emission erfüllt sind. Anders als einfache Indexzertifikate auf den Dax etwa sind jedoch strukturierte Zertifikate aus mehreren Bedingungen zusammengesetzt. Einen Anleiheprospekt lesen online die wenigsten Investoren.

Stufenzinsanleihen

Prominentes Beispiel für solche Zertifikate sind auch 2011 wieder die „Stufenzinsanleihen“. Bei diesen Zertifikaten erhalten Sie in einem ersten Zeitabschnitt festgelegte Zinsen, in einem zweiten und darauffolgenden Abschnitt jedoch oft nur bedingte Zinsen.

So kann es etwa heißen:“Legt der Dax auch im dritten Jahr zu…..erhalten Sie den vollen Zins von 6%.“ Diese Bedingung ist noch gut zu verstehen, schnell jedoch wird es komplizierter. Klangvolle Namen wie „Deep“-Zertifikate oder Doppelschranken-Zertifikate, auch Turbozertifikate mit besonderen Hebel-Anteilen sind kaum noch verständlich.

Mehr zum Thema: Turbozertifikate – Beispiel für Funktionsweise

Viele dieser Zertifikate jedoch erfüllen die Bedingungen nicht: so sind so genannte „Alpha“-Zertifikate in den vergangenen Jahren negativ aufgefallen. Hier wurde nur der Unterschied zwischen zwei Kursen mit einer Wette versehen.

Lagen Sie als Investor richtig, gab es Zinsen, lagen Sie falsch, blieben Zinszahlungen aus. Oft sind die Spekulationen daneben gegangen, wie Statistiken gerade zu diesen Zertifikaten gezeigt haben. Einen weiteren Nachteil würden Sie als Investor genau dieser Anleihen zudem im Depot haben.

Dividendenverluste festgeschrieben

Dividendenzahlungen der zugrunde liegenden Aktien fallen in aller Regel ganz aus. Bei Dividendenrenditen von aktuell mehr als 3,45% allein im Dax ist der Verlust im Vergleich zu den Gewinnchancen daher hoch.

Gerade Stufenzinsanleihen bieten oft nur Zinsen von 5% bis 7%. Das ist verglichen mit den Risiken Kapitalvernichtung.

GeVestor.de meint: Investitionen lohnen sich in den meisten Fällen nicht. Entweder Sie verdienen zu wenig oder die Anleihen fallen wie bei Hebelprodukten gleich ganz aus. Hunderte sind es täglich allein an der Börse Frankfurt, die diese Kennzahlen weitergibt.

Der Anteil der strukturierten Anleihen – der komplizierten Zertifikate – ist jedoch sehr hoch.

40,3% im Vergleich zu 6,4%, den Indexzertifikate innehaben. Wenn Sie ein Zertifikat kaufen, empfehlen wir allerdings ein Indexzertifikat. Aktuell bietet sich der Dax30 an.


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Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

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