Warren Buffett: 100 Mrd. US-Dollar für Investitionen frei

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Wenn es an den Börsen zwischendurch runter geht, sollten Sie sich nicht ärgern. Star-Investor Warren Buffett freut sich in solchen Zeiten besonders. (Foto: Krista Kennell / Shutterstock.com)

Der US-Präsident Donald Trump hat heute für eine kalte Dusche am deutschen Aktienmarkt gesorgt:

Trump drohte Nordkorea mit „Feuer und Wut, wie sie die Welt noch nie gesehen hat“. Die Angst vor einem militärischen Konflikt drückte den deutschen Leitindex DAX gut 1% ins Minus.

Auch wenn sich das im 1. Augenblick merkwürdig anhört: Viele Investoren hoffen, dass sich die aktuelle Kursschwäche noch ausweitet.

Die Kassen sind prall gefüllt und werfen keine Zinsen ab. Daher wollen diese Investoren Aktien kaufen – aber unter dem aktuellen Kursniveau.

Ein Beispiel für einen Investor, der auf einer prall gefüllten Kasse sitzt, ist Warren Buffett.

Berkshire Hathaway mit neuen Zahlen

Die von der Investoren-Legende geführte US-amerikanische Beteiligungs-Gesellschaft Berkshire Hathaway hat vor wenigen Tagen ihr jüngstes Zahlenwerk vorgelegt:

Der Netto-Gewinn sank im 2. Quartal dieses Jahres um 15% auf 4,3 Mrd. US-Dollar. Der operative Gewinn ging um 11% auf 4,1 Mrd. US-Dollar zurück.

Hat Buffett etwa sein glückliches Händchen bei Investitions-Entscheidungen verloren?

Oder woran liegt es, dass der Gewinn von Buffetts Beteiligungs-Gesellschaft Berkshire Hathaway zuletzt rückläufig war?

Ein wesentliches Problem von Buffett: Er hat – auch aufgrund der seit Monaten steigenden Kurse in den USA – große Mühe, geeignete Investitions-Ziele zu finden.

Aus dem jüngsten Quartalsbericht von Berkshire geht hervor, dass sich die Bargeld-Bestände des Unternehmens einer historischen Marke nähern.

Buffett sitzt auf fast 100 Mrd. US-Dollar

Wenn Buffett nicht bald aktiv wird, sitzt er bald auf mehr als 100 Mrd. US-Dollar in Cash.

Zum Ende des 2. Quartals dieses Jahres waren es bereits 99,7 Mrd. US-Dollar. 1 Jahr zuvor waren es noch 70 Mrd. US-Dollar.

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Berkshire Hathaway: Eine Bank für AnlegerWährend der Gesamtmarkt wackelt, hat die Berkshire-Aktie ein neues Rekordhoch erreicht. Buffetts Holding bleibt eine Bank für Anleger. › mehr lesen

Die Frage aller Fragen lautet nun: Wohin mit dem Geld?

Bis dato hatte Buffett darauf zwar keine Antwort, er ist sich dieses Problems jedoch bewusst.

Schon auf der diesjährigen Berkshire-Hauptversammlung, die ich zusammen mit einigen Kollegen besucht habe, sagte Buffett folgendes:

Er habe schon seit längerer Zeit keine Firma mehr übernommen und sollte eigentlich nicht über längere Zeit so viel Geld auf dem Konto horten – erst recht dann nicht, wenn es dort keine Erträge bringt.

Buffett wartet auf günstige Gelegenheit(en)

Das aktuelle Börsen-Umfeld ist für Buffetts Investment-Ansatz – Aktien für 50 Cent zu kaufen, die 1 Dollar wert sind – nicht gerade ideal.

Schließlich ist es aufgrund der über längere Zeit gestiegenen Kurse (v. a. in den USA) immer schwieriger geworden, echte Schnäppchen zu finden.

Daher würde sich Buffett freuen, wenn es zu einer baldigen Korrektur an den Märkten käme.

Buffett ist auch nicht der einzige Großinvestor, der auf eine Börsen-Schwäche wartet.

Denn viele große Investoren sind derzeit unterinvestiert, da sie schon länger mit einer Korrektur gerechnet haben und ihre Aktienquoten daher, wie wir heute wissen, zu früh heruntergefahren haben.

Auch diese Anleger haben aktuell das Problem, das Buffett hat: Sie sitzen auf Geld, das keine Renditen abwirft und mussten zuletzt zusehen, wie der US-Aktienmarkt weiter anzog.

Sie können es genauso machen wie Buffett: Wenn die Märkte in den Korrektur-Modus wechseln, sollten Sie beherzt zugreifen – v. a. bei Qualitäts-Aktien!

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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