Warren Buffett: Apple-Position kräftig aufgestockt

Der deutsche Leitindex DAX musste heute einige Punkte abgeben. Der DAX verlor rund 0,5% und erreichte am Ende 10.676 Punkte. Der starke Euro-Kurs belastete die Export-Werte.

Spannende Nachrichten gab es aus den USA:

Die jüngsten Quartals-Zahlen von Berkshire Hathaway, der Investment-Holding von Investoren-Legende Warren Buffett, habe ich Ihnen bereits vor wenigen Tagen vorgestellt.

Hier erfahren Sie, welche Positionen Buffett im zurückliegenden Quartal ge- und verkauft hat.

Denn Buffett musste jetzt für seine Investment-Holding das sogenannte Formular 13F bei der amerikanischen Börsen-Aufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) einreichen.

In diesem vierteljährlich vorzulegenden Dokument müssen institutionelle Anleger ab einem verwalteten Vermögen von 100 Mio. US-Dollar ihre Investments offenlegen.

Das hat Buffett im 2. Quartal 2016 gekauft

Die wichtigsten beiden Käufe von Buffett im zurückliegenden Quartal waren die Aufstockungen der bereits zuvor bestehenden Positionen Apple und Phillips 66.

Bei Apple stockte Buffett um rund 55% auf nun 15,23 Mio. Aktien auf. Damit hielt Buffett zum Ende des abgelaufenen Quartals Apple-Aktien in einem Gegenwert von knapp 1,5 Mrd. US-Dollar.

Bei Phillips 66, einem in der Ölbranche tätigen Unternehmen, erhöhte sich der Aktienbestand von Berkshire Hathaway um gut 4%. Beide Aktien (Apple und Phillips 66) standen auch schon im 1. Quartal auf Buffetts Einkaufsliste.

Während Berkshire Hathaway seinen Apple-Anteil aufstockte, haben sich die Star-Investoren Carl Icahn und George Soros sowie Michael Burry vom Hedgefonds Scion Asset Management komplett von ihren Apple-Aktien getrennt.

David Einhorn von Greenlight Capital reduzierte seinen Apple-Anteil um 16%. Das ist allerdings nicht allzu verwunderlich.

Denn Buffett stand schon in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten regelmäßig dann auf der Käuferseite, wenn sich viele andere Investoren von den entsprechenden Aktien trennten.

Das ist einer der Gründe dafür, dass Buffett in den zurückliegenden 50 Jahren auf eine durchschnittliche Jahres-Performance von knapp 20% kommt und als erfolgreichster Investor aller Zeiten gilt.

Das hat Buffett zuetzt verkauft

Reduziert hat Buffett im zurückliegenden Quartal die Positionen Verisign (Domains und IT-Sicherheit), dem Landmaschinen-Hersteller Deere & Co.

Auch die des kanadischen Ölsandwäschers Suncor Energy und die des weltgrößten Einzelhandels-Giganten Walmart, dessen Aktien Buffett auch schon im 1. Quartal in größerem Umfang abgestoßen hatte, reduzierte er weiter.

Bei Buffetts größten Positionen gab es dagegen keinerlei Veränderungen. Dazu zählen beispielsweise Coca-Cola, IBM American Express und die beiden US-Banken Wells Fargo und US Bancorp.

Was das Formular 13-F nicht verrät

Das Formular 13-F verrät jedoch nicht alles. Sogenannte „Preferred Stocks“ tauchen in dem Formular nicht auf.

Der Grund: Diese Aktien enthalten Sonderrechte, die über die der „normalen“ Aktien hinausgehen und werden daher eher als Hybrid-Instrumente denn als Aktien angesehen.

Und von dieser Aktienart hält Buffett große Pakete. Daher gibt das Formular 13-F auch keinen 100%igen Überblick über Buffetts Portfolio.

Fazit

Buffett hat zuletzt zwar umgeschichtet, keineswegs aber seine Investitions-Quote zurückgefahren.

Dieser Umstand ist ein klares Indiz dafür, dass Buffett weiterhin an die positiven Perspektiven des Aktienmarktes glaubt und speziell auf ein Comeback der Apple-Aktie setzt.

16. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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