Warren Buffett setzt weiterhin auf Amazon und Apple

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Der US-amerikanische Ausnahme-Investor Warren Buffett setzt weiterhin auf die beiden Schwergewichte Amazon und Apple. (Foto: Francesco Marino - Fotolia)

Als im Mai dieses Jahres bekannt wurde, dass Investorenlegende Warren Buffett erstmals Amazon-Aktien gekauft hat, war dies eine echte Sensation. Dass nun bekannt wurde, dass er seinen Amazon-Anteil weiter aufgestockt hat, dürfte kaum jemanden ernsthaft verwundern.

Neben seinen alten Börsen-Lieblingen wie Coca-Cola, American Express, Wells Fargo usw. setzt Buffett nun also auch verstärkt auf zwei neue Lieblinge. Neben Amazon ist dies der iPhoneKonzern Apple. Beide Unternehmen haben kürzlich Zahlen vorgelegt. Hier ein Überblick:

Apple verringert Abhängigkeit vom iPhone

Der Technologiekonzern Apple hat kürzlich seine Zahlen für das 3. Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2018/2019 vorgelegt. Apple erwirtschaftete einen Umsatz in Höhe von 53,8 Mrd. US-Dollar, ein leichtes Plus von 1% zum Vorjahreszeitraum.

Das operative Ergebnis ging auf 11,54 Mrd. US-Dollar zurück. Der Nettogewinn lag bei 10,04 Mrd. US-Dollar. Mit den jüngsten Ergebnissen wurde die ursprüngliche Prognose von Apple für Umsatz und Bruttomarge am oberen Ende der Spanne erreicht.

Besonders positiv: Apple hat die Abhängigkeit vom iPhone verringert. In der iPhone-Sparte ging der Umsatz von 29,47 auf 25,99 Mrd. US-Dollar zurück. Wachstumsimpulse kamen dafür aus dem Segment Services (AppleCare, Apple Music, Apple Pay, App Store, iCloud, Digital Content, Licensing). Dort wurde der Umsatz von zuvor 10,17 auf 11,46 Mrd. US-Dollar gesteigert. Auch die Segmente Mac (Computer) und iPad legten beim Umsatz zu.

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Für das laufende 4. Quartal rechnet Apple mit einem Umsatz zwischen 61 und 64 Mrd. US-Dollar und einer Bruttomarge zwischen 37,5 bis 38,5%. Die Apple-Aktie reagierte sehr positiv auf die Zahlen und den Ausblick.

Amazon investiert heute in den Gewinn von morgen

Blicken wir nun auf die Zahlen von Amazon: Der Überschuss stieg in den Monaten von April bis Ende Juni um 4% auf 2,6 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie lag bei 5,22 US-Dollar. Grund für die geringere Gewinndynamik war ein starker Anstieg der Ausgaben. Die Kosten erhöhten sich wegen hoher Logistik-Investitionen um 21% auf 60,3 Mrd. US-Dollar.

Beim Umsatz wuchs Amazon dagegen stärker als von Experten prognostiziert. Die Erlöse kletterten um 20% auf 63,4 Mrd. US-Dollar. Vor allem das boomende Cloud-Geschäft sorgte für Zuwächse.

Amazons gefragte Web-Plattform AWS, die Cloud-Services an Firmen verkauft, steigerte die Einnahmen um 38% auf 8,4 Mrd. US-Dollar. Auch das war jedoch trotz des starken Anstiegs weniger als von Experten erwartet.

Beide Unternehmen (Apple und Amazon) haben eine sehr starke Marktposition und dürfte in den kommenden Jahren noch viele Milliarden US-Dollar verdienen. Anleger sollten in diesem Zusammenhang aber auch immer mit einem Auge auf das schauen, was Buffett mit diesen beiden Depot-Positionen macht.


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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