Warren Buffett und die Macht der Dividenden

An dieser Stelle habe ich Ihnen oft darüber berichtet, dass leider ein Großteil der Deutschen nicht auf Aktien setzt und damit auch nicht von den attraktiven Dividenden profitiert, die viele deutsche Firmen ausschütten.

Allerdings ist es so, dass auch viele Aktionäre hierzulande Dividenden als „nettes Beiwerk“ abtun – eine Fehleinschätzung!

Ich möchte Ihnen in diesem Artikel aufzeigen, warum Sie Dividenden als eine wichtige Gewinnquelle betrachten sollten.

Buffett kassiert 6.731 US-Dollar Dividende pro Minute

Ein Investor, der seit Jahrzehnten auf die Macht der Dividenden setzt, ist Warren Buffett, der erfolgreichste Investor aller Zeiten.

Buffett hat es damit zu einem Vermögen von rund 75 Mrd. US-Dollar gebracht. Damit liegt er derzeit hinter seinem engen Freund, Microsoft-Gründer Bill Gates, auf Rang 2 der Liste der reichsten Menschen der Welt.

Warren Buffett ist laut aktuellen Dokumenten der US-Börsenaufsicht SEC über seine Investment-Holding Berkshire Hathaway derzeit an rund 50 verschiedenen börsennotierten Konzernen beteiligt.

An den meisten dieser Unternehmen ist Buffett im großen Stil beteiligt und gleichzeitig schütten viele davon hohe Dividenden aus.

Da es sich dabei überwiegend um US-Firmen handelt, werden die Dividenden – anders als in Deutschland – i. d. R. quartalsweise ausgeschüttet.

Die Experten von „The Motley Fool“ haben sich die Mühe gemacht, auszurechnen, welche Dividenden-Summe Buffett voraussichtlich allein im laufenden 2. Quartal 2017 ausgeschüttet bekommt:

Es sind rund 882 Mio. US-Dollar – das bedeutet, dass Buffett rund 9,7 Mio. US-Dollar pro Tag bzw. 6.731 US-Dollar pro Minute an Dividenden erhält!

Wie kommt eine solch unglaublich hohe Summe an Dividenden-Ausschüttungen zustande? Diese Frage möchte ich jetzt für Sie beantworten:

Nicht die absolute Höhe der Dividende ist entscheidend

Einige von Ihnen werden jetzt sicher sagen, dass es vor allem an dem hohen Vermögen von Buffett liegt bzw. an den hohen Unternehmens-Beteiligungen, die er hält. Sie haben Recht:

Wenn ich an einem Konzern mit 1 Mio. € beteiligt bin, erhalte ich bei einer Dividendenrendite von 3% absolut gesehen deutlich mehr Geld als wenn ich mit 1.000 € an demselben Konzern beteiligt bin.

Im 1. Fall erhalte ich 30.000 € Dividende und im 2. Fall „nur“ 30 €. Das ist aber gar nicht so entscheidend. Diese Betrachtungsweise lenkt sogar davon ab, den Blick auf das Wesentliche zu richten.

Das Wesentliche ist, dass Sie innerhalb weniger Jahre auf 2-stellige Dividendenrenditen kommen können, wenn ein Unternehmen regelmäßig die Dividende erhöht.

Das ist das, was ich mit der Macht der Dividenden meine.

Musterbeispiel Sixt

Ein konkretes Beispiel: Wenn Sie heute die Vorzugsaktie des mittelständischen Mobilitäts-Dienstleisters Sixt kaufen, zahlen Sie dafür rund 38,75 € und erhalten Anfang Juli eine Dividende von 1,67 €.

Das bedeutet eine sehr ordentliche Dividendenrendite von rund 4,3%.

Wenn Sie die Sixt-Vorzugsaktie im Oktober 2014 (also vor rund 2,5 Jahren) zu 19 € gekauft haben, liegt Ihre Dividendenrendite in diesem Jahr bereits bei rund 8,8%.

Wenn Sie im Oktober 2012 (also vor rund 4,5 Jahren) eingestiegen sind, kommen Sie heute bereits auf eine Dividendenrendite von 13,9%.

Das war möglich, weil Sixt seit Jahren die Dividenden kontinuierlich gesteigert hat, wovon die Anleger kräftig profitieren. An diesem Beispiel sehen Sie, was ich mit der Macht der Dividenden meine.

24. April 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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