Warum bei Sto die Skepsis groß ist

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Die Baubranche brummt. Doch was ist bei Sto los? Anleger warten ab. Wir erklären Ihnen, warum. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Winterzeit, Heizzeit. Noch immer gibt es viele Altbauten oder auch Häuser, die vor mehr als dreißig Jahren gebaut wurden, die vergleichsweise mies gedämmt sind. Vor allem im Winter wird dies für Bewohner offensichtlich. Die Heizung läuft auf Hochtouren, doch so richtig wohlige Wärme will sich nicht einstellen.

Oft sind Außenwände selbst in beheizten Räumen eiskalt. Das kann zu Schimmel führen und gute Mieter früher oder später vergraulen. Mit einer geeigneten Wärmedämmung können Heizkosten gesenkt und der Wohlfühlfaktor verstärkt werden. Sto ist dabei eine der wichtigsten Adressen. Wir haben die Aktie für Sie analysiert!

Währungsschwankungen sorgten für Probleme

Die Sto SE & Co. KGaA gehört zu den bedeutendsten Herstellern von Produkten und Systemen für Gebäudebeschichtungen. Führend ist Sto in der Wärmedämmung. Zum Sortiment gehören daneben Fassadenelemente sowie Putze und Farben. Das Angebot umfasst insgesamt rund 30.000 Artikel. Sto ist 90 Mal in Deutschland und mit 38 Gesellschaften in Europa, Asien und den USA vertreten.  Sto hat enttäuschende Halbjahreszahlen präsentiert.

Der Umsatz stieg aufgrund negativer Wechselkurseffekte nur um 1,1% und der Gewinn ging um 22,8% zurück. Das operative Ergebnis brach sogar um 27,5% auf 23,2 Mio € ein. Tarifbedingt höhere Personalkosten und stärker als erwartet gestiegene Beschaffungskosten haben die Ergebnisentwicklung belastet. Anpassungen der Verkaufspreise zeigten noch keine Wirkung.

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Während der Umsatz im Inland um 3,4% auf 275,8 Mio € stieg, schrumpfte er im Ausland um 0,6% auf 348,7 Mio €. Verantwortlich dafür waren währungsbedingte Umsatzrückgänge in Amerika und Asien. Besonders gut liefen die Geschäfte dagegen bei der österreichischen Tochter, die neben Österreich auch Slowenien, Kroatien, Italien und die Schweiz bedient.

Die Skepsis bleibt groß

Trotz der schwachen Zahlen hat Sto die Jahresprognose bestätigt: ein Umsatzwachstum von 4,4%, ein EBIT von 80 bis 90 Mio € und ein Vorsteuerergebnis von 78 bis 88 Mio €. Die Ziele sind aber nur dann erreichbar, wenn die Verkaufspreiserhöhungen in allen Absatzmärkten greifen. Mittelfristig sollte Sto von der guten Baukonjunktur profitieren. Treibende Kraft in Deutschland bleibt der Wohnungsneubau (ohne Wohnungen in Wohnheimen).

Andererseits bremst der Fachkräftemangel im Handwerk das Wachstum. Zudem ist Bauland in Ballungsräumen kaum noch verfügbar. Auch in den USA wird sich der Aufwärtstrend in der Bauwirtschaft fortsetzen. Und in China spielt der zunehmende Renovierungsbedarf dem Konzern in die Karten. Trotz des guten Marktumfeldes überwiegt bei uns die Skepsis. Warten Sie bei der Aktie besser ab!


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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