Warum der DAX Ende 2017 noch nicht bei 17.300 Punkten stehen sollte!

Wissen Sie was? Ich wiederhole mich heute einfach einmal!

Denn: Schon am 15. November schrieb ich Ihnen in meinem Beitrag „Der DAX, das dicke Brett und die Kugelschreiberfeder“ folgende Zeilen zum deutschen Leitindex:

„Seit August dieses Jahres ist der mit dem Allzeithoch entstandene Abwärtstrend überwunden worden.

Charttechnisch üblich wäre danach ein Pull-Back (Rücksetzer) auf die zuvor verlassene Abwärts-Trendlinie gewesen, dem sich eine Fortsetzung des Aufwärtstrends mit immer höheren Tops anschließt.

Stattdessen hat sich der DAX bei 10.700 / 10.800 Punkten einen massiven Widerstand erschaffen: In der vergangenen Handelswoche endeten 2 weitere von insgesamt nun 7 Versuchen, diese Hürde zu überwinden, bei 10.793 und 10.802 Zählern.

Klar: Solange dieses ‚dicke Brett nicht gebohrt ist‘, gibt es auch keine Fortsetzung des Aufwärtstrends.“

Das dicke Brett ist gebohrt

Nun: Mitte letzter Woche „bohrte der DAX das dicke Brett“. Und was sich seither ereignet hat, hatte ich Ihnen ebenfalls am 15. November angekündigt:

„Wenn dem deutschen Leitindex irgendwann in den kommenden Tagen oder Wochen ein nachhaltiger Durchbruch gelingt, dann dürfte es sogar rasant bergauf gehen!

Denn: Die Ausbildung eines derart massiven Widerstands ähnelt dem Zusammenpressen einer spiralförmigen Kugelschreiberfeder: Wenn Sie loslassen, springt Ihnen die Feder ruckartig aus den Fingern.

Das wird beim DAX nicht anders sein, da sich oberhalb der 10.800er-Marke immer mehr Stop-Buy-Orders sammeln, je länger der Widerstand besteht.

Und diese wartende Nachfrage muss nur ausgelöst werden.“

dax-tages-chart_13-12-2016

DAX 30: Das dicke Brett ist gebohrt!

Der Chart sagt eigentlich alles:

Seit Dienstag vergangener Woche hat der DAX 30 exakt 516 Punkte zugelegt. Das entspricht einem Anstieg um +4,8% in nur 5 Handelstagen – und der heutige Börsentag ist ja noch nicht beendet.

Was macht der DAX in 2017?

Die spannende Frage ist nun jedoch: Wie geht es weiter?

Als gewiefte Charttechniker klären wir diese Frage, indem wir – ganz ähnlich wie bei Google Maps – auf die Vogelperspektive umschalten. Der folgende Chart zeigt Ihnen den DAX-Verlauf seit 2009:

dax-wochen-chart_13-12-2016

Ihr DAX-Gewinn-Potenzial für 2017: Bis zu 17.000 Punkten

Möglicherweise kommt Ihnen der Chart irgendwie bekannt vor.

Tatsächlich habe ich Ihnen diese Kursgrafik im Verlauf dieses Jahres schon mehrmals präsentiert; nämlich dann, wenn der DAX scheinbar am Abgrund stand:

So geschehen beispielsweise am Jahrestief im Februar oder auch nach dem BrExit-Votum Ende Juni.

Sie können dem Chart jedoch nicht nur entnehmen, warum die „grünen Momente“ historisch gute Einstiegs-Gelegenheiten in den DAX darstellten:

Zunächst einmal macht Ihnen der gestrichelte rote Trend-Kanal deutlich, dass der DAX seinen seit April 2015 bestehenden Abwärtstrend seit August überwunden hat.

Und das ist die Basis für die weitere Schlussfolgerung:

Der im Jahr 2009 initialisierte Aufwärtstrend-Kanal (gestrichelte grüne Linien) dokumentiert Ihnen, dass der DAX in 2017 im besten Fall bis auf 17.300 Punkte klettern könnte.

Fazit & Empfehlung

Auch wenn sich das jetzt widersinnig liest: Ich erhoffe mir, dass der DAX es in 2017 nicht gar so schnell angeht! Ich sage Ihnen auch warum:

Würde der deutsche Leitindex in einem Jahr bei 17.300 Punkten notieren, dann müsste ich Ihnen dies im Chart mit einem roten Kreis kenntlich machen.

Das würde indes nur noch ein stark limitiertes Gewinn-Potenzial bedeuten.

Rast der DAX also im nächsten Börsenjahr nicht derart nach oben, dann erweitert sich das Gewinn-Potenzial für 2018, da ja auch der Trend-Kanal weiter ansteigt!

13. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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