Warum die Erfolgsaktie Autodesk derzeit Schwäche zeigt

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Trotz guter Zahlen geriet auch die erfolgsverwöhnte Autodesk-Aktie zuletzt unter Druck. Die Schwäche dürfte aber nicht lange anhalten. (Foto: Best Backgrounds / shutterstock.com)

Die Quartalsberichtssaison geht international langsam dem Ende entgegen. Dennoch gibt es Unternehmen, die als Nachzügler das Interesse der Anleger auf sich ziehen. Einer dieser Werte ist die amerikanische Autodesk, die zuletzt (eher zu Unrecht) auf Grund des Zahlenwerkes unter Druck geriet.

Unternehmensportrait

Das Unternehmen Autodesk gehört weltweit zu den größten Herstellern von Software zur digitalen Konzipierung und Kreation auf PC und Internet. Zu den Geschäftsfeldern gehören Softwarepakete zur Unterstützung der Sektoren Bauwesen und Bauingenieurwesen, zur Modellisierung von Architektenplänen, zur Optimierung der kartographischen Daten, zur Kompilierung von digitalen Zeichnungen, für topographische Erhebungen sowie 2D- und 3D-Software zur mechanischen Konzipierung.

Abgerundet wird das Unternehmensangebot noch durch Plattform-Technologien zur Automatisierung von Zeichnungen, zur Verwaltung und gemeinsamen Nutzung von Dokumenten. Zudem bietet die Unternehmensgruppe Beratung, Assistenz und Schulung für Kunden und Medienhäuser an. Ein Markt also, der stetig weiter wachsen dürfte.

Deutliches Wachstum bei den Quartalszahlen

Als Ende der vergangenen Woche die Zahlen veröffentlicht wurden, waren die Erwartungen hoch – offensichtlich ein wenig zu hoch, wie die Reaktion zeigt. Denn das Zahlenwerk kann sich durchaus sehen lassen. So belief sich der verwässerte Gewinn je Aktie auf 0,45 US-Dollar gegenüber 0,06 US-Dollar je Aktie im Vorjahresquartal.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte Autodesk zudem eine Umsatzsteigerung von 23,9% verbuchen. Den Umsatz bezifferte das Unternehmen auf 735,5 Mio. US-Dollar, ebenfalls ein deutlicher Anstieg zu den 559,9 Mio. US-Dollar im Vorjahresquartal.

Positive Aussichten

Die Geschäftsaussichten gehen unter anderem von einer Fortsetzung des aktuellen wirtschaftlichen Umfelds und des Wechselkursumfelds aus. Sollte es hier keine Veränderung geben, so wird es alleine im 2. Quartal eine Umsatzsteigerung auf bis zu 792 Mio. US-Dollar geben. Beim verwässerten Gewinn je Aktie wird ein Wert von rund 0,60 US-Dollar angestrebt.

Insgesamt sollte in diesem laufenden Geschäftsjahr der Umsatz um mehr als ein Viertel und der verwässerte Gewinn je Aktie bis auf rund 1 US-Dollar steigen.

Jüngste Minuszeichen übertrieben

Trotzdem sorgten die Zahlen nach der Bekanntgabe für Verkaufsstimmung. Nach dem guten Lauf seit Beginn des Jahres – so konnte die Aktie bereits um mehr als 25% zulegen – folgten Gewinnmitnahmen. „Sell on good news“ – diese Devise wurde wohl wieder befolgt. Auf Grund der weiter zunehmenden Digitalisierung sehe ich dennoch weiteres Kurspotenzial. Langfristig orientierten Anlegern rate ich dazu, sich die Aktie einmal näher anzuschauen. Die jüngsten Verluste könnten sich als eine günstige Chance zum verbilligten Einstieg herausstellen.

Aus charttechnischer Sicht ergibt sich ein Widerstand durch die jüngsten Allzeithochs bei knapp 180 US-Dollar. Nach unten dürften die Kurse charttechnisch bei ca. 155 US-Dollar abgestützt sein.

infineon

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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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