Warum die vermeintlich sichersten Bänke als erstes brechen (Teil 1)

Meister fallen nicht vom Himmel – auch nicht beim Immobilieninvestment. Anfänger versuchen daher oft, zu Beginn ihrer Laufbahn die gröbsten Schnitzer zu vermeiden. (Foto: Brian A Jackson / Shutterstock.com)

Heftige Stolperer waren das, durch die meine allerersten Schritte als Immobilieninvestor ausgebremst wurden.

Wenn ich rückblickend erkläre, dass ich mein Engagement als Immobilieninvestor »step by step« ausgebaut habe, dürfen Sie das nicht missverstehen: Es gab jede Menge Rückschläge auf meinem Weg nach oben. Zwei Schritte vor, einer zurück.

Und es gab jede Menge Gespräche: mit anderen Investoren, denen es auch so ergangen ist. Sogar jenen, die heute vielen angehenden Investoren als gutes Beispiel dienen, wurde schon der eine oder andere Knüppel zwischen die Beine geworfen.

Warum erzähle ich Ihnen das? Will ich Sie einschüchtern?

Mitnichten. Ich bin zwar der Meinung, dass es ein Fehler ist, den Begriff »Fehler« allzu oft zu strapazieren. (Viel lieber spreche ich von nützlichem Lernstoff, der bei Misserfolgen im Lieferpaket inbegriffen ist.)

Aber muss man deshalb gleich jene bitteren Lektionen wiederholen, die andere bereits gemeistert haben?

Nein. Machen Sie lieber Ihre eigenen, ganz persönlichen Fehler. Und vermeiden Sie die, über die anderswo bereits tausendmal geklagt worden ist. Das ist schlauer.

Immobilieninvestment-Fallstrick-Oscar, Kategorie »Beliebte Anfängerfehler« – »And The Winner Is …«

Die »todsichere« Vermietung im Bekannten-, Freundes- oder gar Familienkreis!

Zu den größten Versuchungen, die unerfahrenen Debütanten auf dem Parkett der Wohnungsvermietung in den Fingern jucken, gehört es, auf die vermeintlich sichere Bank zu setzen: Bloß nicht an »Fremde« vermieten!

Auf dem ersten Blick erscheint das als klare Sache: Anstatt sich »Unbekannte« in die eigenen vier Wände zu holen (ups, jeder von denen könnte ja ein fieser Mietnomade sein), vertrauen Sie Ihre Immobilie beim ersten Mal lieber Menschen an, die Sie kennen.

Klingt gut. Der Fallstrick dabei: Kennen Sie diese Menschen wirklich so gut, wie Sie sie zu kennen glauben?

Nehmen wir Ihre lieben Verwandten. Mal ehrlich: Wo treffen Sie am häufigsten mit denen zusammen? Auf Familienfeiern? Hochzeiten oder Beerdigungen? Wie auch immer: Das sind Situationen, die kaum das Alltagsverhalten zu Tage fördern.

Nicht anders steht es mit vermeintlich guten Bekannten oder Freunden. Die »kennen« Sie in der Regel aus unbeschwerten Freundesabenden. Vielleicht sogar nur aus der Kneipe oder vom lustigen Kegelabend.

Wie sich diese Leute als Mieter verhalten: Wie sicher können Sie das vorhersagen? Wissen Sie mit Bestimmtheit, dass sich Ihre Cousine oder ihr guter Skatbruder als pünktliche Mietzahler erweisen? Vermuten Sie das nur? Oder reden Sie sich das gar nur schön?

Und können Sie die Hand dafür ins Feuer legen, dass Sie bei Schwierigkeiten mit ihrem jetzt noch so verträglichen Kumpel ebenso locker darüber diskutieren können, dass er seine Mietrückstände gefälligst ausgleichen soll?

Gerade das vermeintlich gute Verhältnis im Vorfeld kann sich zu einem Nachteil auswachsen, wenn es ernst geworden ist.

Stimmt schon, zwangsläufig muss es keineswegs so kommen, dass es im Verhältnis zwischen Ihnen als Vermieter und einen Mieter »knirscht«. Denkbar ist es aber allemal.

Nicht wenige Fachsimpeleien mit Investoren kommen wieder und wieder auf den Punkt, dass es Vermietern schwerfällt, harte Bandagen anzulegen, wenn Miet-Auseinandersetzungen mit Blutsverwandten oder »lieben« Freunden geklärt werden müssen. Schließlich will man gerade da keinen Streit. Am bitteren Ende steht gerade hier jedoch so gut wie immer das jahre- oder lebenslange Zerwürfnis.

Mein Appell: Hören Sie als Immobilieninvestor auf das abgewandelte Sprichwort …

Bei Geldstreitigkeiten hört die Freundschaft auf – und dann kennt man auch keine Verwandten mehr!

Sie machen sich das Investorenleben leichter, wenn Sie sich Mieter ins Haus holen, mit denen Sie kein persönliches Verhältnis verbindet. Denn nur dann können Sie finanzielle Meinungsunterschiede ohne falsche Rücksichtnahme klären.

Auch beim nächsten Beitrag schärfe ich Ihren Blick für das, was viele »Jung-Vermieter« falsch machen. Bleiben Sie also dran – denn dieses Wissen spart Geld!


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Paul Misar. Über den Autor

Paul Misar, Entrepreneur mit aktuell 11 Firmen (einigen davon im Immobilienbereich), Bestseller-Autor, Speaker of the Year 2013 und gefragter Experte auf dem Gebieten“ finanzielle Freiheit“ und  Immobilien.

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