Warum ich überzeugt bin, dass der DAX 30 Index steigt

Vor genau einem Jahr war Krisenstimmung. Am Tag genau vor einem Jahr, also am 26.06.2014, schloss der DAX 30 Index mit 9.804 Punkten.

Da habe ich meinen Kommentar mit den Worten überschrieben:

Warum ich überzeugt bin, dass der DAX 30 Index steigt

Nach dem o.a. Tag hat der DAX 30 Index von 9.804 auf 12.390 Punkte zugelegt. Ein Plus von 26%.

Heute habe ich bewusst genau denselben Titel für meinen Kommentar gewählt wie vor einem Jahr, denn aus Sicht der Finanzmärkte hat sich die Situation so gut wie nicht verändert.

Krisen gestern – Krisen heute – Krisen morgen

Zu allen Zeiten gab es Krisen und Kriege. So auch vor einem Jahr, als ich die o.a. Prognose zum steigenden DAX 30 Index schrieb. Seinerzeit haben in etwa dieselben Krisen die Schlagzeilen beherrscht wie heute. Damals wie heute wird Ihnen erzählt, die Krisen würden die Rally des DAX 30 Index und anderer wichtiger Aktien-Indizes belasten oder gar stoppen.

Es sind zu viele Krisen, um sie vollständig aufzählen zu können. Spielt auch keine Rolle, denn der DAX 30 Index legt seit Anfang 2009 zu. Stichworte:

Hypotheken- und Finanzkrise ist Ursprung aktueller Krisen

Mit der Hypothekenkrise und dem von Rating-Agenturen abgesegneten Verkauf von Ramschpapieren, die zu undurchschaubaren Bündeln gepackt und in den Markt gedrückt wurden, fing die Finanzkrise an beziehungsweise war nicht mehr zu stoppen. Höhepunkt war wohl die Insolvenz der US-Großbank Lehman Brothers.

Als der Betrug (mag sein, die Juristen nennen es anders, ich empfinde es als Betrug) aufflog und die Blase mit den überteuert verkauften Ramschpapieren platzte, folgte der Crash der Aktien-Indizes. Der DAX 30 Index halbierte sich von rund 8.000 auf etwa 4.000 Punkte.

Danach fielen die Dominosteine. Von den PIGS-Staaten war die Rede und dann von den PIIGS-Staaten. PIIGS steht für: Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien.

Die Schuldenkrise betraf besonders die PIIGS-Staaten, deren mögliche Insolvenz vorausgesagt wurde. Damals wie heute ist Griechenland dabei. Crash-Propheten orakelten damals, der DAX 30 Index wäre am Ende. Crash-Propheten orakeln heute, der DAX 30 Index sei am Ende. Aber:

Auswirkung auf den DAX 30 Index: Der DAX 30 Index legte zu.

In den letzten 5 Jahren wird von der zu hohen Verschuldung vieler Industriestaaten gesprochen. Es gab die Diskussion um die hohen und verkannten Risiken der Target-Salden. (Target: Zahlungsverkehrssystem für nationale und grenzüberschreitende Zahlungen.)

Schon vergessen? Mag sein, so ist Börse. Es spielt derzeit auch keine Rolle.

Auswirkung auf den DAX 30 Index: Der DAX 30 Index legte zu.

Ich erspare Ihnen die Betrachtungen weiterer Krisen und Bekämpfungen [Zypern und Island und Mario Draghi (EZB-Chef) und Janet Yellen (US-Notenbank-Chefin) und Euro und Negativzins der EZB …], denn auch hier gilt:

Auswirkung auf den DAX 30 Index: Der DAX 30 Index legte zu.

Aktuell also Griechenland (mal wieder) sowie die Krisen und Kriege im Irak und in der Ukraine, dazu die scheinbar ewig schwelenden Krisen und Kriege in Afrika.

Auswirkung auf den DAX 30 Index: Der DAX 30 Index legte zu.

Und nun sage Keine/r: Der DAX 30 Index habe doch gerade mehr als 1.000 Punkte verloren. Das nenne ich ein Nichts. Das ist eine charttechnische Reaktion auf die vorherigen rund 2.500 Punkte Gewinn des DAX 30 Index.

Wenn diese vielen Krisen (die Aufzählung war nicht vollständig) den DAX 30 Index nicht in die Knie zwingen konnten, ja im Gegenteil, der DAX 30 Index fulminant auf ein Allzeithoch gestiegen ist, ja, was – so frage ich- was soll den DAX 30 Index dann bitte bremsen? Derzeit übertüncht die Liquidität alle Krisen.

Und auch deshalb bin ich überzeugt, dass der DAX 30 Index steigt

Wie vor einem Jahr geschrieben, lautet auch heute meine Empfehlung.

Kaufen Sie Call-Optionen auf starke Aktien und sichern Sie Ihr Depot mit Put-Optionen auf Aktienindizes ab. Dann können Sie die täglichen Wasserstandsmeldungen der Börsenkurse vergessen und sind mittel- und langfristig auf der Gewinnerseite.

Zum guten Schluss: Am 26.06.1892, also heute vor 123 Jahren, kam die US-amerikanische Schriftstellerin und Literatur-Nobelpreis-Trägerin Pearl S. Buck zur Welt. Sie erhielt den Pulitzer-Preis für ihren Roman

„The Good Earth“ (Die gute Erde)

Die „gute Erde“ hat schon ganz andere Krisen als die aktuellen überstanden. Deshalb bin ich guten Mutes, dass die Griechenland-Krise die „gute Erde“ nicht nachhaltig belastet. Mit dieser positiven Aussicht sende ich Ihnen beste Grüße und freue mich, wenn es doch noch Sommer wird . . .

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

26. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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