Warum Restaurant-Aktien weiter aussichtsreich sind

Wenn Sie Unternehmen finden möchten, die unabhängig von der Konjunkturentwicklung langfristig wachsen, ist es sinnvoll, sich einmal die Grundbedürfnisse des Menschen vor Augen zu halten. Eines davon ist Essen und Trinken.

Egal wie die Wirtschaft läuft, essen und trinken müssen Menschen täglich. Nicht umsonst bringt dieser Bereich auch an der Börse immer wieder grandiose Erfolgsgeschichten hervor. Denken Sie an den Fastfood-Riesen McDonald’s oder die Kaffeehaus-Kette Starbucks, deren Aktienkurse sich vervielfacht haben.

US-Gastronomiebranche wächst seit vielen Jahren stetig

Gerade die Amerikaner sind dafür bekannt, dass sie besonders gerne auswärts essen. Dies unterstreicht ein Blick auf die Erlöse in der US-Gastronomie, die seit vielen Jahrzehnten stetig wachsen.

Lag der Jahresumsatz in diesem Sektor 1970 bei gerade einmal 42 Mrd. Dollar, werden in diesem Jahr voraussichtlich mehr als 700 Mrd. Dollar umgesetzt werden. Dies entspricht einem durchschnittlichen Wachstum von 6,5% pro Jahr.

Amerikaner essen immer öfter auswärts

Derzeit sorgen die günstigen Energiepreise dafür, dass die Amerikaner mehr Geld in der Tasche haben und tragen damit dazu bei, dass der Trend zum auswärts essen ganz besonders ausgeprägt ist. Man könnte fast meinen, die US-Bürger geben das Geld, das sie an der Tankstelle sparen, im Restaurant nebenan gleich wieder aus.

Ich weiß nicht, wie oft Sie ins Restaurant gehen. Aber als ich kürzlich gelesen habe, wie oft die Amerikaner sich diesen Luxus gönnen, war ich wirklich überrascht. Einer aktuellen Umfrage zufolge essen die Amerikaner im Schnitt 5,2 Mal pro Woche auswärts und lassen dabei durchschnittlich gut 39 Dollar pro Kopf im Restaurant liegen.

Der neue Trend heißt „Fast Casual Dining“

Eine Entwicklung zeichnet sich dabei jedoch deutlich ab. Auch bei Schnellrestaurants stellen die Konsumenten immer höhere Ansprüche an Frische und Qualität. Fastfood zu billigen Preisen mit hochindustriell produzierten Lebensmitteln ist out.

Der neue Trend heißt „Fast Casual Dining“. Vor allem jüngere Kunden zwischen 20 und 30 wollen gesundes, frisch und möglichst individuell zubereitetes Essen zu erschwinglichen Preisen. Wie im klassischen Schnellrestaurant bestellt man meist an einer Theke.

Der größte Unterschied liegt in den Speisen selbst. Die Zutaten sind meist frisch. Oft wird das Essen vor den Augen des Kunden zubereitet und der Gast kann Zutaten zumindest teilweise selbst auswählen.

Shake-Shack-Aktie feiert fulminantes Börsendebüt

Vor dem Hintergrund der wachsenden Konkurrenz durch solche neuartigen Konzepte tun sich klassische Fastfood-Restaurants wie McDonald’s oder Burger King immer schwerer, weiter zu wachsen. Ein Beispiel für diese jungen Restaurantketten, die den etablierten Konzernen das Leben schwer machen, ist Shake Shack.

Die Edel-Burger-Kette feierte kürzlich ein fulminantes Börsendebüt. Gegenüber dem Ausgabepreis schoss die Aktie um bis zu 150% nach oben. Obwohl Shake Shack noch sehr klein ist und bisher gerade einmal 63 Filialen betreibt, ist die Aktie mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von über 500 schon astronomisch bewertet.

Angesichts derart großer Vorschusslorbeeren bietet sich der Einstieg bei dem Börsenneuling selbst für risikobewusste Anleger nicht an. Welchen Restaurant-Aktien dagegen weiterhin aussichtsreich sind, erfahren Sie in der morgigen Ausgabe von Rendite Trends.

18. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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