„Warum schreiben Sie einen Börsenbrief, wenn Sie gut traden können?“

Vielleicht haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum dieser oder jener Trader einen Börsendienst schreibt?!

Möglicherweise hatten Sie die Überlegung: Wenn er oder sie doch ausreichend Geld an der Börse verdienen kann, müsse er / sie doch keinen Börsenbrief schreiben?

Nun: Wie meine Kolleginnen und Kollegen Börsendienst-Autoren die Frage beantworten, weiß ich nicht. Meine Antwort ist auf jeden Fall ganz einfach:

Schreiben ist mein Traumberuf

Die im Titel gestellte Frage sagt zwischen den Zeilen, Schreiben von Börsenbriefen sei eine ungeliebte Arbeit. Denn nur dann stellt sich die Frage: „Warum macht er das?“

Gleich vorweg: Ich muss nicht des Geldes wegen schreiben. Seit einiger Zeit kann ich von dem leben, was ich habe. Aber ich will schreiben. Ich schreibe gerne.

Vielleicht sehen Sie gerade am regelmäßigen „Guten Schluss“ dieses Kommentars, dass ich gerne ein paar Minuten länger „arbeite“ (schreibe), eben weil es mir Spaß macht.

Ich könnte ja auch immer „mit freundlichen Grüßen“ enden. Das ist in der Textverarbeitung Word als Textbaustein integriert – Textbaustein „mfg“ und in 1,5 Sek. wäre der Gruß fertig.

Freude am Schreiben

Aus Freude am Schreiben habe ich bereits vor vielen Jahren einen Fernkurs zum Schreiben von Belletristik abgeschlossen.

Das hat mir so viel Freude bereitet, dass ich danach einen weiteren Fernkurs zum Schreiben absolviert habe. Dabei ging es um das Schreiben von Fachtexten.

Freude am Schreiben bringt Geld

Können Sie sich etwas Schöneres vorstellen, als dass Ihnen jemand für das Ausüben Ihres Hobbys Geld zahlt?

Ich genieße dieses Privileg; ich erhalte für meine Hobbys Schreiben und Börse Geld – auch nicht schlecht: Geld für ein geliebtes Hobby erhalten, statt dafür zu bezahlen!

Ich bin in bester Gesellschaft

André Kostolany: Nehmen Sie André Kostolany; er war Trader, Börsen-Experte sowie Journalist, Schriftsteller und Entertainer.

Von ihm hab ich manches Buch im Bücherschrank und – man höre und staune – ich habe die Bücher auch gelesen!

Auf Kostolanys Kolumnen in der Zeitschrift Capital habe ich mich immer gefreut. Er schrieb in der Capital in den Jahren 1964 bis zu seinem Tod im Jahr 1999.

Er wollte auch gerne in der Ausgabe vom Januar 2000 schreiben. Da wäre er fast 94 Jahre alt gewesen. Es war ihm leider nicht mehr vergönnt.

Warren Buffett und Charles Munger: 2x war ich bei der Jahreshauptversammlung von Warren Buffetts Berkshire Hathaway.

Warren Buffett ist über 80. Sein Mitstreiter Charles Munger ist gerade erst (am 01.01.2017) 93 Jahre alt geworden. Beide arbeiten, weil es Ihnen Spaß macht.

Warren Buffett, Charles Munger, André Kostolany und ich

Warren Buffett, Charles Munger, André Kostolany und ich haben eines gemeinsam: Wir sind bzw. waren (Kostolany) Börsianer.

Die Kollegen Warren Buffett, Charles Munger und André Kostolany lieben ihre Arbeit. Sie nehmen gerne „ein paar Mark“ mit.

Sie haben aber das Privileg, dass sie nicht arbeiten müssen, sondern es dürfen – genau das gilt auch für mich.

Die Frage:

„Warum schreiben Sie eigentlich Börsenbriefe, wenn Sie selbst so gut traden können?“

Meine Antwort:

Ich bin begeisterter Börsianer. Und ich bin begeisterter Schreiberling.

Ich habe meine Hobbys „Börse“ und „Schreiben“ zum Beruf gemacht. Ich freue mich auf meine Arbeit, den Börsenbrief „Optionen-Profi“ und diesen Newsletter zu schreiben.

Ich nehme gerne „ein paar Mark“ mit. Ich habe aber das Privileg, dass ich nicht arbeiten muss, sondern es darf.

Ihr Vorteil: Ich muss Ihnen nichts verkaufen

Nun haben Sie etliche Zeilen über mich gelesen. Sie sind nicht ausgestiegen; sonst würden Sie diese Worte nicht lesen. Aber hier geht es um Sie.

Was haben Sie davon, dass „einer“ seine Hobbys zum Beruf gemacht hat?

Ich meine: viel! Ich bin frei und unabhängig. Ich muss Ihnen nichts verkaufen, um zu leben. Jetzt müsste ich mit Eigenlob weiter schreiben.

Aber „Eigenlob stinkt“ habe ich schon in der Kinderstube gelernt – also kein weiteres Wort von mir über mich. Ein bisschen kennen Sie mich ja auch, denn Sie lesen hier.

Zum guten Schluss: Heute vor 374 Jahren, also am 04.01.1643, kam der englische Naturforscher und Philosoph Sir Isaac Newton zur Welt. Er schrieb:

„Ich kann zwar die Bahn der Gestirne auf Zentimeter und Sekunden berechnen, aber nicht, wohin eine verrückte Menge einen Börsenkurs treiben kann.“

Wohl wahr, Sir Newton! Daran hat sich bis heute nichts geändert. Deshalb empfehle ich dringend, alle Börsen-Investitionen abzusichern.

So sind wir im Optionen-Profi aufgestellt und haben u. a. den Crash der Jahre 2008 / 2009 mit Gewinn überstanden. Ich wünsche ich Ihnen im Neuen Jahr sichere Gewinne.

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

4. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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