Warum Sie hier noch ein wenig warten sollten

Den Kampf gegen den Krebs kämpfen auch große Konzerne. Roche hat hier die Spitzenposition inne. Was wir von der Aktie halten. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Krebs ist die Seuche unserer Zeit. Millionen Schicksale ereilen uns Jahr für Jahr. Doch es gibt Hoffnung: Neue Therapieformen versprechen langfristig Heilung und kurzfristig bessere Therapieformen. Eines der Unternehmen, das den Kampf gegen Krebs an vorderster Front führt, ist Roche. Roche Holding ist ein weltweit operierender Pharmakonzern mit einem breiten Spektrum an Produkten und Dienstleistungen.

Roche federt Einbußen durch Biosimilar-Konkurrenz ab

Das Geschäft gliedert sich in die Sparten Pharmazeutika und Diagnostika. In der Krebstherapie gilt Roche als Weltmarktführer. Roche Holding hält eine Mehrheitsbeteiligung an dem US-Biotechnologie-Unternehmen Genentech.  Roche hat solide 9-Monats-Zahlen präsentiert. Der Umsatz stieg um 5,1%. In diesem Tempo wuchsen auch die Pharma-Sparte auf 30,6 Mrd SFr und die Sparte Diagnostik auf 8,8 Mrd SFr.

Die Jahresprognose wurde bestätigt: Umsatz und Kerngewinn sollen jeweils um etwa 5% steigen. Den tatsächlichen Gewinn schätzen wir auf 10,2 Mrd SFr. Offen ist, ob Roche seinen profitablen Wachstumskurs in den kommenden Jahren fortsetzen kann. MabThera und Herceptin haben ihren Patentschutz in Europa bereits verloren, und Avastin verliert ihn 2018. In den USA laufen die Patente für diese Medikamente 2018/19 aus.

In den ersten 9 Monaten stieg der Umsatz mit diesen drei Produkten nur noch um 0,8% auf 15,85 Mrd SFr. Denn schon jetzt machen dem Konzern vor allem in Europa billigere Biosimilars für MabThera und Herceptin zu schaffen. Besser liefen die Geschäfte mit neuen Medikamenten wie Alecensa und Tecentriq gegen verschiedene Krebsarten sowie Ocrevus gegen Multiple Sklerose, die bereits 60% zum Umsatzwachstum in der Pharma-Sparte beitrugen. Das Management rechnet mit einer Fortsetzung der starken Entwicklung und ist davon überzeugt, Umsatzrückgänge aufgrund von Patentabläufen im kommenden Jahr ausgleichen zu können.

Dafür sprechen die jüngsten Erfolge bei der Behandlung von Lungenkrebs mit einer Kombinationstherapie sowie die in den USA vor kurzem zugelassenen Medikamente Hemlibra gegen die Bluterkrankheit und Gazyva gegen Lymphdrüsenkrebs, die mittelfristig Milliardenumsätze versprechen. Roche ist auf einem guten Weg, Einbußen durch Biosimilar-Konkurrenz abzufedern.

Bleiben Sie mit unseren Analysen am Ball!

Die Aktie ist für uns nur am Rande interessant. Wenn Patente auslaufen und die Konkurrenz Fortschritte macht, sollten Investoren im Pharma-Bereich hellhörig werden. Doch die klare Dividendenstrategie und auch die gute Cashflow-Marge sind durchaus Argumente für die Aktie. Wie auch immer Sie sich entscheiden: Wir bleiben für Sie auch bei Roche am Ball und halten Sie mit unseren regelmäßigen Analysen auf dem Laufenden!

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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