Was Banken Ihnen verschweigen

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Manipulations-geschützte Optionen sind das Original und besser als die Kopie, die Optionsscheine, zeigt unser Börsenexperte R. Heißmann. (Foto: eyeofpaul/AdobeStock)

Optionen haben unschlagbare Vorteile gegenüber Optionsscheinen. Das lässt sich ganz einfach beweisen.

Aber Banken und Wertpapierhäuser haben ihre manipulationsanfälligen Optionsscheine mit großem Werbeaufwand im Markt etabliert. Sie, die Anleger sollen Optionsscheine kaufen und nicht die überlegenen Optionen. Denn nur bei Optionsscheinen können Banken und Emittenten abkassieren.

Deshalb verschweigen Banken das Original, die manipulations-geschützten Optionen. Das geht oft sogar soweit, dass die Wertpapierberater der Bank Optionen nichtmals kennen. Ein peinlicher Offenbarungsakt.

Bewusste Täuschung der Banken?

Das Original, die Option, wird an der Eurex gehandelt.

Die Kopie, der Optionsschein, wird an der Euwax gehandelt.

Ist es Zufall oder Absicht und eine bewusste Täuschung der Banken, dass sie für die von ihnen emittierten Optionsscheine Bezeichnungen wählen, die dem Original zum verwechseln ähnlich sind?

Dabei möchte ich fast sagen: Optionsscheine haben mit Optionen soviel zu tun, wie die Bank im Park zum Ausruhen mit der Bank für Geldangelegenheiten. Gleicher Name, anderes Produkt.

Optionsscheine: Im Mutterland der Börsen, in den USA, verboten

Es ist bezeichnend, dass Optionsscheine (und andere Finanzprodukte der Emittenten, wie Zertifikate, K.o.-Scheine, CFDs, binäre Optionen etc.) in den USA wegen ihrer Manipulationsanfälligkeit verboten sind. Ein vorbildlicher Schutz für US-Bürger.

Optionen: Im Mutterland der Börsen, USA, das Hebelprodukt der Wahl

In den USA sind Optionen das Hebelprodukt der Wahl. Ich meine, das hat großes Gewicht, wenn das Mutterland der Börsen so klar entscheidet und manipulations-geschützte Optionen fördert, manipulations-anfällige Optionsscheine aber verbietet.

Die 3 entscheidenden Vorteile von Optionen gegenüber Optionsscheinen

Optionen haben gegenüber Optionsscheinen so klare Vorteile, dass es ein Wunder ist, dass Optionsscheine überhaupt auf dem Markt sind. Optionsscheine werden aber von Banken und Wertpapierhäusern, also den Emittenten, mit extrem hohen Werbeaufwand gepuscht, gleichzeitig werden Optionen verschwiegen und lassen sich über die meisten Banken und Sparkassen garnicht handeln.

Die 3 wichtigsten Vorteile der Optionen:

1. Optionen sind manipulations-geschützt

Optionen werden an separaten Terminbörsen gehandelt. Diese Terminbörsen werden wegen ihrer Transparenz regelmäßig als vorbildlich gelobt, so z.B. von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK). Bei Optionen entscheiden Angebot und Nachfrage der Anleger über den fairen Kurs.

Bei Optionsscheinen handeln Sie im wahrsten Sinne des Wortes gegen die Bank beziehungsweise gegen den Emittenten. Dass diese die Kurse von Optionsscheinen zum Nachteil der Anleger manipulieren, wird von den Banken im Kleingedruckten der Verkaufsprospekte sogar zugegeben.

2. Optionen haben kein Totalverlustrisiko durch Insolvenz eines Emittenten

Optionen haben keinen Emittenten. Damit haben Optionen auch nicht das Totalverlustrisiko durch Insolvenz eines Emittenten. Bei Optionsscheinen ist das Totalverlustrisiko durch Insolvenz eines Emittenten ständig vorhanden. Im Kleingedruckten ihrer Verkaufsprospekte weisen die Emittenten auch darauf hin.

3. Optionen in perfektem Zusammenspiel mit Aktien

Nur Optionen und Aktien lassen sich zu einem perfekten Zusammenspiel kombinieren. Dieses perfekte Zusammenspiel ermöglicht den „Aktienkauf mit Rabatt“ und „Zusatzrenditen auf Aktien-Bestände“.

Dieses Zusammenspiel ist so perfekt, dass ich sage: Aktien im Zusammenspiel mit Optionen sind deutlich risikoärmer und zusätzlich gewinnbringender als der Aktienhandel ohne Optionen.

Dieses Zusammenspiel ist wegen der völlig unterschiedlichen Konstruktion von Optionen und Optionsscheinen nur mit dem Original, den manipulations-geschützten Optionen, möglich.

Oben stehen 3 unschlagbaren Gründe, die zu diesem Ergebnis führen:

Das Original, die Option, ist viel besser als die schlechte Kopie, der Optionsschein

Sie handeln schon Optionen? – Super – Sie investieren im weltweit besten Hebelprodukt!

Sie handeln noch keine Optionen, lesen aber diese Zeilen? – Prima. Sie sind auf dem richtigen Weg. Sie sollten den manipulations-geschützten Optionen einen näheren Blick gönnen.

Zum guten Schluss: Am 31.07.1944, also heute vor genau 70 Jahren,  verstarb Antoine Marie Jean-Baptiste Roger Vicomte de Saint-Exupéry, kurz Antoine de Saint-Exupéry. Der schon zu Lebzeiten anerkannte Schriftsteller schrieb mit „Der kleine Prinz“ eines der meistverkauften Bücher der Welt. Von ihm werden die Worte überliefert:

„Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.“

Das gilt fürs Leben und für die Börse. Ich wünsche Ihnen die richtige Blickrichtung für Ihre Trades und einen sommerlichen Ausklang dieser Woche (nicht ganz ohne Eigennutz, denn:

Am Sonntag wollen wir mit unserem „Kind“, dem „Schwiegerkind“ und deren 3 Kindeskindern grillenderweise den „Kind“-Geburtstag feiern. Stellt sich die Frage: Wer hat den nun Geburtstag?)

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

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Rainer Heißmann
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen. Mit Heißmanns Börsenkommentar bringt er wochentäglich die Börse auf den Punkt. Seine Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie jedem verständlich und nachvollziehbar werden.

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