Was die US-Wahl für Gold bedeutet

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In wenigen Tagen wird in de USA der neue Präsident gewählt. Diese Entscheidung hat auch Auswirkungen auf die Entwicklung bei den Edelmetallen. (Foto: Image Wizard/Shutterstock)

In wenigen Tagen stet die wichtigste politische Entscheidung des Jahres an. In den USA wird am kommenden Dienstag ein neuer Präsident gewählt. Für uns in Deutschland ist es unvorstellbar, dass Amtsinhaber Donald Trump überhaupt so gut im Rennen liegt. Aber immer mehr Prognosen gehen doch von einem Sieg des demokratischen Herausforderers Joe Biden aus.

Er ist auch kein glanzvoller Kandidat – doch er strahlt so viel Normalität aus, das dies in dieser aufgeheizten Stimmung in den USA doch für einen Machtwechsel ausreichen sollte. Tatsächlich sind schon jetzt Millionen US-Bürger unterwegs, um zu wählen, denn das ist nicht so einfach wie bei uns. Und selbst wenn Biden die Mehrheit der abgegebenen Stimmen bekommen sollte, so geht es doch im Kern um die Mehrheit bei den Wahlmännern – und die ist noch nicht sicher.

Insofern sind die aktuellen Schwankungen an den Börsen genau der Ausdruck dieser großen Verunsicherung bei den Investoren. Hinzu kommt natürlich auch noch die deutliche Verschlimmerung der Pandemie- ob nun in den USA oder bei uns in Europa. Doch was bedeutet das alles für Gold und die anderen Edelmetalle?

In einer Krise verlieren kurzfristig auch die Edelmetalle

Da hilft doch der Blick zurück in den März. Wir erlebten einen rasanten Absturz der Kurse – im Grunde war es der schnellste Crash der Geschichte gefolgt von der schnellsten Erholung. Heute geht eben vieles schneller. Und als es so massiv nach unten ging, waren auch Gold und die anderen Edelmetalle davon betroffen, obwohl Panik an den Märkten herrschte. Warum war das so?

Eine solche Entwicklung ist immer wieder in Krisen zu beobachten. Wenn die Kurse schnell fallen, versuchen Investoren auch alles abzusichern und noch frisches Kapital zurückzuhalten. Dann werden alle Anlageklassen verkauft – auch Gold. Das Kapital wird dann oft auch eingesetzt, um Lücke an anderen Stellen zu schließen. Insofern sind die Abstürze der Edelmetalle dann auch immer nur eng zeitlich begrenzt. Dann besinnen sich die Investoren auf die sicheren Anlageklassen – wie eben Gold. Genau das passierte auch im Frühjahr. Der Goldpreis startete durch und erreichte dann Anfang August mit rund 2.000 USD pro Feinunze ein neues Rekordhoch.

Insofern sind nach der US-Wahl erst einmal größere Schwankungen bei den Edelmetallen möglich. Das gilt vor allem auch dann, wenn es kein klares Ergebnis eben sollte. Für den Fall hat Donald Trump schon Überprüfungen des Ergebnisses nicht ausgeschlossen. Es bleibt spannend rund um die US-Wahl und ich werde das Thema in der kommenden Woche auf jeden Fall weiter aufgreifen.

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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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