Was für ein Spiel spielt der DAX? Gestern Nacht kurz vor Jahreshoch – danach Abwärtsgap!

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Es wird immer verrückter. Welche Kapriolen lässt sich der DAX in den nächsten Stunden einfallen? Alles nur kein neues Allzeithoch lautet die Devise. (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Haben Sie es gemerkt? Der DAX hat gestern ein neues Jahreshoch erreicht! Vermutlich ging es Ihnen ähnlich, wie vielen anderen Anlegern: Sie haben es gar nicht mitbekommen. Denn es geschah erst in der 21-Uhr-Stunde. Nachbörslich schoss der DAX noch einmal 20 Punkte nach oben. Der Verlauf gestern seit 10 Uhr ging stets nach oben. Und das alles ohne die Hilfe aus den USA. Wegen Martin-Luther-King-Day war hier die Börse geschlossen.

Der Anstieg endete auch nicht nachdem Xetra zusperrte. Und so haben wir ein neues Jahreshoch bekommen, auch wenn davon in den üblichen Charts nichts zu sehen ist. Auch das wäre noch nicht so besonders, wenn wir nicht über Nacht 100 Punkte abgestürzt wären. Gemunkelt wird, dass es am neuen Corona-Virus in China liegt, der die Märkte belasten soll. Heute ist das Thema aber offensichtlich nicht mehr dramatisch, denn der DAX ist im Laufe des Tages wieder 60 Punkte nach oben geklettert und wir sind noch nicht am Ende.

DAX-Stundenchart: das Jahreshoch im Bild

Hier sehen Sie den Stundenchart des DAX nach L&S-Taktung. Das bedeutet, es wird auch der außerbörsliche Handel angezeigt und nicht nur die Xetra-Zeiten. So erkennen Sie auch das neue Jahreshoch bei rund 13.580 Punkten und das darauffolgende Gap.

Aus Xetra-Sicht ist damit übrigens erst einmal eine alte Kurslücke geschlossen worden. Vom 16. bis 17. Januar sprang der DAX auch über Nacht nach oben. Nachdem wir heute kurz unter 13.450 Punkten notierten, ist das Gap damit auch eigentlich nicht mehr offen. Wer ganz genau schaut, wird erkennen, das dazu noch 10 Punkte fehlen, aber im Zweifelsfall bringt es hier nichts, derart kleinlich zu sein.

Ein viel spannenderes Gap wartet noch auf uns: die Kurslücke, die vom 8. auf den 9. Januar gerissen wurde. Dazu müssten wir noch einmal in den Bereich um 13.321 Punkte vorstoßen. Danach sieht es momentan noch nicht aus.

Das ewige Pendeln zwischen 13.400 und 13.570 Punkten wird der DAX auch irgendwann beenden. Vielleicht schon diese Woche. Aktuell zieht es die Bullen nämlich sehr nach oben – auch wenn natürlich bei den Jahreshochs immer wieder der Deckel drauf ist und Gewinnmitnahmen einsetzen.

Nur unendlich werden die großen Spieler das auch nicht mitmachen. Irgendwann kommt der Vorstoß über das Allzeithoch und dann gilt es: nicht die Finger verbrennen. Denn wer dann sofort auf Short umschwenkt, kann schnell Geld verlieren.

Wenn Sie auf fallende Kurse beim DAX setzen wollen, warten Sie bis das neue Allzeithoch bestätigt wurde und steigen erst dann ein, wenn die Kurse wieder unter 13.600 notieren – am besten auf Tagesschluss.

Die nächste große Verkaufsstelle im DAX befindet sich erst bei rund 12.850 Punkten. Dazwischen befinden wir uns noch in der neutralen Zone.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

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