Was ich aktuell in Namibia gelernt habe

Das afrikanische Land ist nicht nur als Reiseland interessant – sondern auch aus Rohstoffsicht. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

In diesen Tagen bin ich in Namibia unterwegs. Das afrikanische Land spielt aus deutscher Sicht nur eine untergeordnete Rolle – obwohl es eine Kolonialvergangenheit besitzt, die heute noch an vielen Stellen sichtbar ist.

Das zeigt sich an den zahlreichen deutschen Straßennamen, die noch immer existieren. Aber auch in den Supermärkten sind extrem viele deutsche Artikel erhältlich. Aus Rohstoffsicht ist das Land auch extrem interessant. Mit der Uranmine Langer Heinrich gibt hier eine der wichtigsten Uranminen der Welt. Das Vorkommen wird schon seit den 1970er Jahren abgebaut.

Hinzu kommen noch große Vorkommen im Bereich Diamanten, die insbesondere an der Küste zu finden sind. Aber das Land hat noch weitere Aspekte zu bieten, die sehr spannend sind. In Namibia kann man der Erdgeschichte mehr oder weniger über die Schulter schauen. Die Namibwüste gehört dabei zu den ältesten Wüsten der Welt. Hier sind die verschiedensten geologischen Formationen gut erkennbar.

Da aber dort auch die Lebensbedingungen besonders hart sind, ist das Land extrem dünn besiedelt. Nur etwas mehr als 2 Millionen Menschen leben auf der riesigen Fläche des Landes. Und neben den Rohstoffvorkommen ist natürlich der Tourismus ein ganz wichtiger Wirtschaftsfaktor für das Land.

Eine Rundreise durch das Land bietet extrem viel – von der afrikanischen Savannenlandschaft im Norden mit dem Etosha Nationalpark bis hin zu den ausgedehnten Wüsten der Namib und der Kalahari kann man hier ganz verschiedene Landschaften erkunden.

2018 werden die Batteriemetalle wichtig bleiben

Ich habe die vergangenen Tage der Ruhe aber auch dazu genutzt, auf die eher langfristigen Trends des Rohstoffmarktes einmal genauer zu schauen. Dabei ist mir gerade innerhalb der vergangenen Monate ganz stark aufgefallen, dass es extrem viele neue Studien und Marktanalysen rund um das Thema der Elektromobilität gibt. Das ist auch im Bereich der Rohstoffe extrem wichtig, denn die sogenannten Batteriemetalle wie geben Lithium oder Kobalt haben 2017 ein sehr starkes Jahr erlebt.

Hier erwarte ich im neuen Jahr eine Fortsetzung der positiven Entwicklung. Tatsächlich ist dieser Bereich gerade jetzt erst dabei wirklich groß zu werden. Noch gehören Elektroautos zu den Exoten auf den Straßen – aber das wird sich innerhalb der nächsten Jahre ändern.

Dabei ist aber eins auch klar: Länder wie Namibia, in denen große Distanzen eine Rolle spielen, werden auf längere Sicht noch ganz klar von klassischen Antrieben dominiert werden.

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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