Goldpreis: Was passiert in dieser Woche?

Zuletzt hat der Goldpreis deutlich zugelegt. Was aber passiert in dieser Woche – wo doch die US-Notenbank über die Zinsen entscheidet? (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Die Zahl der Krisen-Meldungen nimmt stetig zu:

Regelmäßig erreichen uns neue Negativ-Nachrichten aus Nordkorea. Am vergangenen Freitag sorgte dann noch ein erneuter Bomben-Anschlag in London für Unruhe.

Allerdings haben diese Faktoren nicht für einen Preisanstieg beim Gold gesorgt.

Neueste Krisen-Meldungen lassen Goldpreis gar nicht erst mehr ansteigen

Das mag auch daran liegen, dass in den vergangenen Wochen der Goldpreis eher stark notiert hat und kurz sogar über die Marke von 1.350 Dollar gesprungen ist.

Zudem sind die Belastungen aus Nordkorea und selbst Terror-Attacken in westlichen Ländern wie Großbritannien nichts Neues.

Da ist es gut möglich, dass Gold seine schwache Entwicklung auch in den kommenden Tagen fortsetzen wird.

Ganz entscheidend ist in dieser Handelswoche auf jeden Fall die Notenbank-Sitzung in den Vereinigten Staaten.

Hier lohnt es sich auf jeden Fall genauer hinzuschauen, denn wie Sie wissen, ist die US-Notenbank Fed die wichtigste Institution dieser Art weltweit.

US-Notenbank-Sitzung wird auch Goldpreis beeinflussen

Dabei geht es im Kern gar nicht einmal um eine Anhebung der Zinsen.

Hier erwarten die meisten Experten einen weiteren Zinsschritt vielleicht noch zum Jahres-Abschluss im Dezember oder erst wieder im Jahr 2018.

Viel entscheidender ist es, welche Vorstellungen die US-Notenbank hat, um die eigene Bilanzsumme wieder zu verkleinern.

Schuldenwachstum läuft aus dem Ruder – das ist gut für den GoldpreisDie globalen Schulden steigen immer weiter an. Das ist auf jeden Fall ein positives Signal für die langfristige Entwicklung des Goldpreises.  › mehr lesen

Dieser Faktor ist ganz entscheidend – auch für die weitere Entwicklung beim Gold.

In den vergangenen Jahren haben die weltweiten Notenbanken ihre Bilanzen immer weiter aufgebläht.

Jetzt ist der Punkt erreicht, an dem diese Entwicklung nicht mehr so weitergehen kann.

Und genau hier sind jetzt die Notenbank-Strategen der Welt gefragt, mit dieser schwierigen Lage vernünftig umzugehen.

Mangel an historischen Beispielen

Das Problem dabei: Für eine solche Maßnahme fehlen historische Beispiele. Und genau so etwas kreiert Unsicherheit an den Märkten.

Sollte die US-Notenbank also keine klare Linie präsentieren können, wie sie sich die Weiterentwicklung vorstellt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es beim Gold z. B. weiter nach oben gehen könnte.

Ganz entscheidend ist hierbei die kurzfristige Preis-Entwicklung:

Sollte sich der Goldpreis deutlich über der Marke von 1.300 Dollar erhalten, wäre das auf jeden Fall positiv und würde die Basis für weitere Preis-Anstieg bei dem Edelmetall bieten.

Sollte die Marke jedoch fallen, ist auch weiterer Abwärtsdruck gut möglich, denn dann trübt sich das Bild beim Goldpreis wieder deutlich ein.

Fazit

Sie sehen ganz klar: Diese Woche wird einmal mehr besonders spannend beim Gold.

Und Sie können sicher sein, dass ich die kurzfristige Entwicklung bei dem Edelmetall auch weiterhin für Sie im Auge habe.


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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.