Was Sie im DAX 30 jetzt unbedingt sehen sollten

Wie meine Chartanalyse zeigt, ist der DAX 30 an einem heiklen Punkt angelangt. (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Am Ende meines gestrigen Beitrages zum Thema „Jahresendrallye“ hatte ich Ihnen für heute eine Chartanalyse zum DAX 30 versprochen: Auf geht’s!

Beginnen wir zunächst mit einigen Fakten:

Der deutsche Leitindex hat am 29. September bei 9.325 Punkten sein bisheriges Jahrestief markiert. Dabei wurde das Tief vom 24. August bei 9.338 leicht unterboten, was grundsätzlich die Chance auf Ausbildung eines Doppeltiefs bietet (auch W-Formation oder Doppelboden genannt).

Dieses Kursmuster gehört zur Kategorie der Umkehrformationen. Mithin könnte ein solcher Doppelboden Ausgangsbasis für einen neuen, länger anhaltenden Aufwärtstrend sein.

Potenzielle W-Formation

Doch dazu muss eine wichtige Voraussetzung erfüllt werden. Schauen wir uns das einmal im Chart an:

dax 30 mit potenzieller w-formation-13-10-2015

DAX 30: Potenzielle W-Formation wird erst ab 10.512 Punkten „aktiviert“

Die potenzielle W-Formation habe ich Ihnen durch die violetten Linien kenntlich gemacht. Wichtig ist die Waagerechte durch das Zwischenhoch:

Dies ist die sogenannte „Nackenlinie“. Sie verläuft bei 10.512 Punkten. Erst wenn diese Linie nach oben durchstoßen wird, ist das Doppeltief „komplett“ und die Formation wird „aktiviert“. Bis es soweit ist, liegt lediglich eine „Handelszone“ vor.

Gegenbewegung überfällig

Seit dem 1. Oktober hat der DAX 30 an jedem der folgenden 7 Handelstage höher geschlossen. Eine solche Serie „schreit“ geradezu nach einer Gegenbewegung, die sich heute Vormittag auch zu etablieren scheint.

Diese Gegenbewegung wird uns erst einen echten Aufschluss über die Nachhaltigkeit der jüngsten Kursrallye liefern: Dazu sollte nämlich Folgendes geschehen:

Wiedereintritt in den ehemaligen Abwärtstrend-Kanal erforderlich

Der DAX 30 muss wieder den Eintritt in den bis Ende August gültigen Abwärtstrend-Kanal (grüne Linien) schaffen. Dass er daran inzwischen bereits 5x gescheitert ist, ist nicht gerade positiv zu werten.

Der blaue Kreis zeigt den besten Versuch, durch den am 9. September zugleich das Zwischenhoch ausgebildet wurde. So wie es heute Vormittag den Anschein hat, ist der jüngste Versuch ebenfalls erfolglos geblieben (gelber Kreis).

Und dann ist da noch der 10.000er-Widerstand

Dass sich der DAX auf dem jetzt wieder erreichten Niveau schwer tut, zeigt auch noch der Widerstand knapp über 10.000 Punkten: Hier prallte der DAX im Juni, Juli und Dezember der vergangenen Jahres mehrmals ab.

Interessantes Detail am Rande: Die beiden Tiefs der letzten Wochen lagen jeweils auf einer verlängerten Abwärtstrend-Linie, die im 2. Halbjahr 2014 den DAX 30 lange Zeit im Zaum hielt (blaue Linie).

Morgen analysiere ich für Sie weitere DAX-Charts. Dann werden wir prüfen, wie sich die Großinvestoren in der jüngsten Rallye verhalten haben. Außerdem schauen wir noch auf das Zusammenspiel mit den Tagelinien sowie die Entwicklung beim Momentum.

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Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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