Was steckt in diesem DAX-Wert noch drin? Zahlen fallen besser als erwartet aus

In den vergangenen Tagen kehrte wieder ein bisschen Bewegung in die Börse zurück.

Zwar notiert der deutsche Leitindex weiterhin um die Marke von 10.500 Punkten herum – wie bereits seit Anfang August.

Doch in der abgelaufenen Woche gab es erstmals wieder deutlichere Ausschläge nach oben wie nach unten.

Sicher, daran hatten v. a. die Nachrichten aus China Schuld:

Zunächst die überraschend schwache Außenhandels-Bilanz, die die Sorgen um die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt neu entfachten.

Gestern dann aber überraschend gute Meldungen zu den Erzeuger- und Verbraucher-Preisen im Reich der Mitte. Analysten sehen hier ein äußerst positives Signal für die Zukunft.

Neben diesen konjunkturellen Daten sorgt nun aber auch die neugestartete Bilanz-Saison für Kursbewegung.

Beispiel BASF: Als eines der ersten Unternehmen wagte sich der Chemie-Konzern am Dienstag-Abend mit vorläufigen Zahlen zum 3. Quartal an die Öffentlichkeit.

Kräftiger Umsatz- und Gewinn-Einbruch

Und, liebe Leser, diese Zahlen fielen zwar schwach aus, aber immerhin besser als erwartet.

BASF musste v. a. wegen des Verkaufs seiner Erdgas-Handelsaktivitäten einen kräftigen Umsatz- und Gewinn-Einbruch hinnehmen.

Im Zuge eines Tausches hatte das Unternehmen Ende September 2015 sein Gashandels- und Gasspeicher-Geschäft an den russischen Energie-Riesen Gazprom abgegeben.

Der Umsatz fiel im Vergleich zum Vorjahres-Zeitraum um fast 20% auf 14,0 Mrd. €. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank sogar um 22,5% auf 1,5 Mrd. €.

Details zu den Zahlen berichten die Ludwigshafener am 27. Oktober. Am Dienstag betonten sie jedoch bereits:

Die Geschäftsbereiche für chemische Zusatzstoffe (Performance Products), für Lacke, Kunst- und Baustoffe (Functional Materials & Solutions) sowie für Pflanzenschutz (Agricultural Solutions) hätten deutlich besser abgeschnitten als im Vorjahres-Quartal.

Börse reagiert positiv

Bei den Analysten kamen die Zahlen entsprechend gut an.

Sowohl die australische Investmentbank Macquarie, die amerikanische Bernstein Research als auch die Schweizer Großbank UBS bezeichneten die Zahlen als besser als erwartet.

Auch die Börse reagierte positiv. Der Aktienkurs stieg im Verlauf der Woche auf fast 80 € – so hoch wie seit August 2015 nicht mehr.

Für Optimisten und Dividendenjäger ist die Dividendenrendite in Höhe von 3,77% attraktiv – Pessimisten stören sich unter Umständen an der nicht mehr ganz niedrigen Bewertung.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt mittlerweile wieder bei 17.

15. Oktober 2016

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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