Wasser-Aktien bleiben aussichtsreich

Kennen Sie den wichtigsten Rohstoff der Welt? Ich meine nicht Erdöl, Industriemetalle oder gar Gold – darauf könnte die Menschheit zur Not verzichten. Unverzichtbar ist und bleibt jedoch das „blaue“ Gold, das Wasser.

Dank steigender Investitionen in die Wasserversorgung ist Wasser auch ein interessantes Investmentthema.

Gigantischer Wachstumsmarkt

Geld zu verdienen gibt es für die im Wassermarkt tätigen Unternehmen  jedenfalls genügend: Verschiedene Studien beziffern die Größe des globalen Wassermarktes auf 450 bis 500 Mrd. US-Dollar.

Und dieser soll in den kommenden Jahrzehnten weiter steigen, dafür sorgt allein schon die demografische Entwicklung: Bis zum Jahr 2050 soll die Weltbevölkerung von 7,2 auf 9,3 Mrd. Menschen ansteigen. Dies treibt die Nachfrage nach sauberem Trinkwasser auf lange Sicht unaufhaltsam weiter an.

Als weitere Wachstumsfaktoren für den Wassermarkt kommen der Nachholbedarf der Schwellenländer sowie der Erneuerungsbedarf einiger Industrieländern hinzu.

Schwellenländer haben Nachholbedarf

Der Wohlstand in den Schwellenländern und damit einhergehend die Ansprüche der Bevölkerung an die (heute noch zum Teil unzureichende) Wasserversorgung werden in den kommenden Jahren deutlich ansteigen.

Bestes Beispiel ist China: Hier müssen hunderte Millionen Menschen mit verschmutztem Wasser leben. 40% des Flusswassers ist dort bereits durch Industrieabwasser verseucht. Zudem verbraucht auch die dortige Industrie immer mehr Wasser. Ohne massive Investitionen wird sich die Lage nicht verbessern.

Industrieländer wie die USA müssen ebenfalls investieren

In den Industrieländern wächst das Problem der Wasserverluste. Allen voran in den USA: Marode Leitungen sorgen tagtäglich für einen Verlust von 24 Mio. Kubikmeter, das entspricht ungefähr dem Wasserbedarf der zehn größten US-Städte.

Längst ist die Wasser-Infrastruktur veraltet. In einigen US-Großstädten wird das Wasser sogar immer noch durch Holzrohre geleitet. Experten schätzen, dass die USA rund 300 Mrd. US-Dollar investieren müssten, um ihre Wasserversorgung auf den neusten Stand zu bringen.

Gute Perspektiven für Unternehmen im Wassersektor

Die Perspektiven für viele Unternehmen aus dem Sektor bleiben gut. Dazu zählen beispielsweise Wasserversorger, oder Hersteller von Pumpen, Ventile und Leitungsrohre.

Hinzu kommen Unternehmen,  die sich auf die Behandlung von Abwasser, die Entsalzung von Meerwasser, oder Bewässerungstechnik für die Landwirtschaft spezialisiert haben.

Langfristanleger investieren am besten breit gestreut per Fonds

Wasser ist ein sehr langfristiger Trend. Schnelle Gewinne sollten Sie daher nicht erwarten. Aber wenn Sie Ihr Geld einige Jahre Zeit anlegen möchten, kommen Wasser-Aktien auf jeden Fall in Frage.

Sinnvoll ist es hier, breit gestreut per Fonds zu investieren. Die Fondsbranche hat das Thema Wasser längst entdeckt und bietet entsprechende Themenfonds an.

Am schnellsten war die Schweizer Privatbank Pictet mit ihrem Fonds Pictet Water P, der bereits im Jahr 2000 aufgelegt wurde. Mit dem iShares Global Water UCITS ETF  ist außerdem ein kostengünstiger Wasser-ETF erhältlich.

7. April 2015

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Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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