Wasser bleibt ein lukratives Investment

Das „blaue“ Gold – Wasser – hat als Investment-Thema in den letzten Jahren etwas an Popularität eingebüßt.

An den langfristig guten Aussichten der Wasserbranche hat sich jedoch nichts geändert. Dies möchte ich Ihnen an den Beispielen China und USA zeigen.

Katastrophale Wasserversorgung in China

Den Entwicklungs- und Schwellenländern bereitet eine flächendeckende Versorgung mit sauberem Trinkwasser weiterhin große Probleme. In China beispielsweis müssen hunderte Millionen Menschen mit verschmutztem Wasser leben. 40% des Flusswassers ist dort bereits durch Abwässer aus Fabrikanlagen verseucht, Tendenz steigend.

Erschwerend kommt hinzu: Das hohe Wirtschaftswachstum führt zu einem sprunghaften Anstieg der Wassernachfrage aus der Industrie. Dadurch wird sauberes Wasser immer mehr zum knappen Gut. Im jüngsten Umweltreport stellte China fest, dass sich die Wasserkrise verschärft hat: Der Grundwasserspiegel ist gesunken. Das macht die Wasserversorgung teurer.

Milliarden-Investitionen sollen jetzt Abhilfe schaffen: In den Weltmetropolen Peking und Shanghai werden große Bauprojekte zur Verbesserung der Wasserversorgung gestartet. Außerdem haben Zentralregierung und Provinzen ihren Etat für Umweltschutz um 19% auf 210 Mrd. Yuan (rund 25 Mrd. €) erhöht. Doch dies ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Auf lange Sicht wird China noch sehr viel mehr investieren müssen.

300 Mrd. US-$ Investitionen in USA notwendig

In den Industrieländern wächst das Problem der Wasserverluste. Allen voran in den USA: Marode Leitungen sorgen tagtäglich für einen Verlust von 24 Mio. Kubikmeter, das entspricht ungefähr dem Wasserbedarf der zehn größten US-Städte.

Längst ist die Wasser-Infrastruktur veraltet. In einigen US-Großstädten wird das Wasser sogar immer noch durch Holzrohre geleitet. Experten schätzen, dass die USA rund 300 Mrd. US-$ investieren müssten, um ihre Wasserversorgung auf den neusten Stand zu bringen.

In Anbetracht der leeren Kassen bei Staat und Kommunen dürfte die Wasserversorgung zunehmend in private Hände gegeben werden, was auf lange Sicht zu steigenden Wasserpreisen (aber auch den dringend benötigten Investitionen) führen dürfte.

Fondsbranche hat das Thema Wasser längst entdeckt

Sie sehen: Sauberes Wasser ist ein wirklich langfristiger Wachstumsmarkt. Die Fondsbranche hat dies frühzeitig entdeckt und bietet eine Vielzahl entsprechender Themenfonds. Am schnellsten war die Schweizer Privatbank Pictet mit ihrem Fonds Pictet Water P (WKN 933349), der bereits im Jahr 2000 aufgelegt wurde und zeitweise mehr als 4 Mrd. € Anlegergelder einsammelte.

Dieser Erfolg rief selbstverständlich andere Fondsgesellschaften auf den Plan, ebenfalls entsprechende Produkte anzubieten. Mit dem iShares Global Water UCITS ETF (WKN A0MSAG) ist außerdem ein kostengünstiger Wasser-ETF erhältlich.

Für Langfristanleger eine interessante Depotbeimischung

Ganz klar: Wasser ist ein sehr langfristiger Trend. Schnelle Gewinne sollten Sie daher nicht erwarten. Aber wenn Sie einige Jahre Zeit haben, ist ein entsprechendes Wasser-Investment als Depotbeimischung sicherlich keine schlechte Idee.

15. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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