Wasserstoff für Züge: Diese Unternehmen profitieren

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Wasserstoff ist vielfältig einsetzbar. Ein Einsatzgebiet ist der Schienenverkehr. Erfahren Sie, welche Unternehmen davon profitieren. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Die Einsatzgebiete von Wasserstoff sind vielfältig. Besonders beim Transport von schweren Lasten bieten sich Wasserstoff-Lösungen an. Ein Anwendungsgebiet ist daher der Schienenverkehr. Blicken wir auf den Passagierverkehr auf der Schiene: Kürzlich wurde bekannt, dass im  niedersächsischen Bremervörde ab September die weltweit erste Wasserstofftankstelle für Passagierzüge entsteht.

Eine achtzehnmonatige Testphase, in der zwei mit Wasserstoff betriebene Züge im Einsatz waren, wurde im Februar dieses Jahres erfolgreich abgeschlossen. Nun folgt also die nächste Phase dieses Projekts.

Weltweit erste Wasserstofftankstelle für Passagierzüge

Der Industriegase-Spezialist Linde wird in der Nähe des Bahnhofs Bremervörde im Auftrag der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) eine Wasserstoff-Tankstelle errichten und betreiben. Weitere Projektpartner sind der Schienenfahrzeugbauer Alstom, das Land Niedersachsen und die Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser.

Das Projekt erhält im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie eine Förderung im Bereich von 4,3 Mio. Euro. Mit einer Kapazität von rund 1.600 kg Wasserstoff pro Tag handelt es sich bei der nun geplanten Wasserstofftankstelle um eine der nominell größten der Welt.

Ab Anfang 2022 sollen dort von Alstom gelieferte wasserstoffbetriebene Regionalzüge täglich und bei Bedarf rund um die Uhr betankt werden. Die Züge können dank einer Reichweite von 1.000 Kilometern pro Tankfüllung den ganzen Tag lang emissionsfrei unterwegs sein.

Spannend ist auch, dass zu einem späteren Zeitpunkt die Erzeugung von Wasserstoff an der Wasserstofftankstelle in der Nähe des Bahnhofs Bremervörde möglich sein soll. Der Wasserstoff soll mittels Elektrolyse und mit regenerativ erzeugtem Strom hergestellt werden. Es handelt sich also um sogenannten grünen Wasserstoff.

Cummins: Stattet Wasserstoff-Züge mit Brennstoffzellen aus

Ein börsennotiertes Unternehmen, das davon profitiert, ist der US-amerikanische Motorenhersteller Cummins, der seit einiger Zeit verstärkt auf Wasserstoff setzt und der die Wasserstoff-Züge von Alstom mit Brennstoffzellen ausrüstet.

Seit 2018 werden diese Züge in Deutschland eingesetzt. Bis 2022 sollen 41 neue Alstom-Züge mit insgesamt 82 Brennstoffzellen-Systemen von Cummins ausgeliefert werden. Ein weiteres Anwendungsbeispiel: Seit 2017 sind in China Busse unterwegs, die mit Brennstoffzellen-Systemen von Cummins betrieben werden.

Cummins hat 2019 den kanadischen Wasserstoff-Pionier Hydrogenics erworben, der viele Produkte rund um die Brennstoffzelle anbietet (Wasserstoff-Tankstellen, Antriebe). Sie sehen: Bei Cummins ist Wasserstoff bzw. die Brennstoffzellen-Technologie keine Zukunftsvision, sondern längst Realität und teilweise schon seit Jahren erfolgreich im Einsatz.

Zwar waren die jüngsten Zahlen Corona-bedingt etwas schwächer, doch die riesigen Investitionen in den Bereichen Elektro-Mobilität und Wasserstoff dürften die Geschäfte bei Cummins bald antreiben. Weitere Informationen zu Cummins und zu anderen Wasserstoff-Profiteuren erhalten Sie in meinem Börsendienst Der Depot-Optimierer.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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