Weihnachts-Gewinner Nr. 1: Paypal

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Das Weihnachtsfest naht. Daher stelle ich Ihnen heute und in den kommenden Tagen meine Weihnachtsfavoriten an der Börse vor. (Foto: BigTunaOnline / Shutterstock.com)

Das Weihnachtsfest naht. Auf der einen Seite ist es das Fest der Ruhe und der Liebe. Auf der anderen Seite ist es aber auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden. Daher möchte ich Ihnen hier im Schlussgong heute einen ersten großen Gewinner des Weihnachtsfestes vorstellen. Dabei handelt es sich um den Online-Bezahldienst Paypal.

Immer mehr Weihnachtsgeschenke werden im Internet bestellt. Davon profitiert auch der US-Konzern Paypal. Vielleicht haben auch Sie in diesem Jahr einige Weihnachtsgeschenke per Paypal bezahlt. Falls nicht, bin ich sicher, dass Sie das, sofern Sie Weihnachtsgeschenke im Internet kaufen, dann sicher in den kommenden Jahren vermehrt machen werden.

Paypal: Das neue Geld

Paypal wirbt damit, das neue Geld zu sein. Und wenn Sie sich das Transaktionsvolumen anschauen, die Wachstumsraten, den Marktanteil und die Top-Kooperationspartner, dann ist aktuell weit und breit kein Konkurrent in Sicht.

Die Zahlen sind gigantisch: Paypal hat innerhalb von nur 3 Monaten 2,5 Mrd. Transaktionen abgewickelt. Damit wurden Waren und Dienstleistungen im Wert von 143 Mrd. US-Dollar gekauft.

Hinzu kamen über 9 Mio. aktive Neukunden innerhalb von nur 3 Monaten. Diese Zahlen reichten im jüngsten Quartal für ein Umsatzplus von 14% auf 3,68 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie stieg zuletzt stark überproportional um 28% auf 0,58 US-Dollar je Aktie.

Im Gesamtjahr will Paypal den Umsatz auf 15,42 bis 15,5 Mrd. US-Dollar und den Gewinn je Aktie auf 2,38 bis 2,40 US-Dollar steigern.

Gigantische Wachstumsraten

Noch einmal zu den Wachstumsraten: 2010 hat Paypal im 3. Quartal 357 Mio. Transaktionen durchgeführt, 2015 bereits 1,2 Mrd. und jetzt im 3. Quartal 2018 waren es schon 2,5 Mrd. Transaktionen.

Im den gleichen Quartalen hat Paypal das Zahlungsvolumen von 22,4 Mrd. US-Dollar (3. Quartal 2010) über 69,7 Mrd. US-Dollar (3. Quartal 2015) auf jetzt 143 Mrd. US-Dollar (3. Quartal 2018) gesteigert.

Ein Erfolgsgeheimnis ist, dass sich Paypal viele erstklassige Kooperationspartner sichert. Einige Beispiele: American Express, Visa, Mastercard, Apple, Google und Wal-Mart.

Erfolgreiche Übernahmen und Paypal-Töchter

Ein zweites Erfolgsgeheimnis: Lücken im eigenen Portfolio füllt Paypal mit Übernahmen. Mit dem Milliarden-Zukauf iZettle hat Paypal die Zahlungen direkt im Laden deutlich ausgeweitet. Auch das Thema Sicherheit steht hoch im Kurs. Daher hat Paypal kürzlich Simility gekauft (Plattform für Betrugsprävention). Mit Hyperwallet hat Paypal 2018 den Bereich Auszahlungsdienste für Onlineverkäufe gestärkt.

Paypal bietet noch mehr. Kurzer Rückblick: Bis 2015 gehörte Paypal zum Internetkonzern Ebay. Heute ist Paypal deutlich attraktiver als der ehemalige Mutterkonzern. Und auch Paypal hat jetzt schon einen solchen Joker im eigenen Portfolio.

Die Paypal-Tochter Venmo spricht ein jüngeres Publikum an. Die jungen Venmo-Kunden schätzen es, dass sie mit diesem Dienst einfach und schnell Geld transferieren können. Wächst Venmo weiterhin so rasant, muss sich Paypal irgendwann überlegen, ob man die Tochter an die Börse bringt und mit dem Verkauf eine Milliardensumme kassiert.

Die Paypal-Aktie ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 35 sicher kein Börsen-Schnäppchen. Angesichts des rasanten Wachstums und des vielversprechenden Produktportfolios ist die Paypal-Aktie aus meiner Sicht dennoch sehr interessant; und das nicht nur in der Weihnachtszeit.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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