Welche Aktien besonders vom schwachen Euro profitieren – Teil 1

Die europäischen Börsen, allen voran die deutsche, sind glänzend ins Jahr gestartet. So hat der DAX seit dem Jahreswechsel bereits um über 9% zugelegt. Maßgeblich verantwortlich für die Kursgewinne ist der anhaltende Verfall des Euro.

Ein Ende der Euro-Talfahrt ist nicht in Sicht

In den ersten Wochen des Jahres war es zunächst die Schweizer Nationalbank, die mit der Abkoppelung des Franken vom Euro die Schwäche der europäischen Einheitswährung zementierte.

Dann folgte die Europäische Zentralbank, die mit ihrem Anleihe-Kaufprogramm die Geldschleusen weit öffnete. Das spricht lässt auf absehbare Zeit extrem niedrige Zinsen erwarten – und einen schwachen Euro.

Gegenüber seinem Hoch im Mai letzten Jahres bei rund 1,40 Dollar ist der Euro Ende Januar bis auf ein Tief bei knapp unter 1,11 Dollar gefallen. Und auch wenn sich der Kurs zuletzt ein wenig stabilisieren konnte, ist ein Ende der Talfahrt nicht in Sicht.

Der schwache Euro treibt die Unternehmensgewinne an

Davon profitieren die Kurse europäischer Aktien. Denn die schwache Währung wird sich positiv auf die Unternehmensgewinne auswirken. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass der Euro-Verfall für viele Unternehmen einen kräftigen Gewinnhebel bedeutet.

Der Effekt ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Ich möchte Ihnen heute und morgen in Rendite Trends Firmen vorstellen, die besonders vom schwachen Euro profitieren und bei denen gleichzeitig die Charttechnik weitere Kurssteigerungen erwarten lässt.

MTU Aero Engines: Profiteur der Euro-Schwäche

Das erste Unternehmen, das ich als Profiteur der Euro-Schwäche ausgemacht habe, ist MTU Aero Engines. Das Münchener Unternehmen ist einer der führenden Hersteller von Flugzeugtriebwerken und -komponenten sowie von Industriegasturbinen.

Die Triebwerke von MTU kommen sowohl in Passagierflugzeugen wie dem Airbus A 380 oder der Boeing 747, aber auch in Helikoptern zum Einsatz. Im Militärbereich ist MTU Systempartner für fast alle Flugtriebwerke der Bundeswehr.

80% der Umsätze fallen in Dollar an

Die Währungseffekte aus dem Euro-Verfall werden sich bei MTU deshalb besonders positiv niederschlagen, weil der Konzern mehr als 80% seiner Erlöse in Dollar generiert.

In den ersten neun Monaten 2014 hatte das Unternehmen den Umsatz um 6% auf 2,8 Mrd. Euro gesteigert. Und da notierte der Euro noch deutlich höher als jetzt. Morgen wird MTU die Ergebnisse für das Gesamtjahr 2014 vorlegen.

Ich halte es für durchaus realistisch, dass das Management dann bereits seine Prognose für das laufende Jahr anheben wird.

Aber auch die Charttechnik liefert ein positives Bild. Nach einer sehr langen Konsolidierung ist der MDAX-Titel kürzlich über seinen alten Höchststand vom Mai 2013 bei knapp 80 Euro ausgebrochen und hat mit dem Anstieg auf ein neues Allzeithoch bei über 85 Euro ein starkes Trend-Signal geliefert.

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Damit stehen auch aus charttechnischer Sicht die Ampeln auf Grün. Dreistellige Notierungen traue ich der MTU-Aktie auf Sicht der nächsten Monate auf jeden Fall zu. Morgen werde ich Ihnen weitere Profiteure der Euro-Schwäche vorstellen.

11. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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